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Werklieferungsvertrag

 Normen 

§ 651 BGB

§ 381 HGB

 Information 

Ein Werklieferungsvertrag ist gemäß § 651 BGB ein Vertrag, der die Lieferung herzustellender oder zu erzeugender beweglicher Sachen zum Gegenstand hat.

Beispiel:

Lieferung von Briefpapier, auf das das vom Unternehmer erstellte Firmenlogo gedruckt wird.

Der Werklieferungsvertrag selbst ist nicht gesetzlich geregelt. Das Recht des Werklieferungsvertrages bestimmt sich gemäß § 651 BGB nach dem Kaufvertragsrecht mit folgenden Ausnahmen:

  • Eine Besonderheit gilt, soweit es sich um die Herstellung nicht vertretbarer Sachen handelt (§ 91 BGB, z.B. das maßgefertigte Möbelstück): Bei der Anwendung des Kaufvertragsrechts sind auch die in § 651 S. 3 BGB aufgeführten Vorschriften des Werkvertragsrechts zu beachten mit der Maßgabe, dass anstelle der Abnahme der nach § 446 f. BGB maßgebliche Zeitpunkt tritt.

  • Gemäß § 381 Abs. 2 HGB unterliegt der Werklieferungsvertrag, soweit er ein Handelsgeschäft ist, den Vorgaben des Handelsrechts.

Maßgeblich ist, ob die Sachen im Zeitpunkt der Lieferung beweglich sind. Auch Verträge, die allein die Lieferung von herzustellenden Bau- oder Anlagenteilen zum Gegenstand haben, sind nach Kaufrecht zu beurteilen (BGH 23.07.2009 - VII ZR 151/08).

 Siehe auch 

Mankowski: Werkvertragsrecht - Die Neuerungen durch § 651 BGB und der Abschied vom Werklieferungsvertrag; Monatsschrift für Deutes Recht - MDR 2003, 854

Schwenker: Endgültiger Abschied vom Werklieferungsvertrag. Anmerkung zu BGH, U. v. 23.07.2009 - VII ZR 151/08; Zeitschrift für deutsches und internationales Bau- und Vergaberecht - - ZfBR 2009, 735