Insolvenzverfahren über CSA Beteiligungsfonds 4 und 5 eröffnet

Insolvenzverfahren über CSA Beteiligungsfonds 4 und 5 eröffnet
06.07.2015183 Mal gelesen
Das Amtsgericht Würzburg hat die Insolvenzverfahren über die CSA Beteiligungsfonds 4 und 5 am 1. Juli eröffnet. Anlegern drohen hohe finanzielle Verluste.

GRP Rainer Rechtsanwälte Steuerberater, Köln, Berlin, Bonn, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, München und Stuttgart führen aus: Im mutmaßlichen Anlageskandal um die Deltoton GmbH häufen sich die Insolvenzverfahren. Über die CSA Verwaltungs GmbH wurde bereits Anfang Juni das Insolvenzverfahren eröffnet. Am 1. Juli eröffnete das Amtsgericht Würzburg auch die Insolvenzverfahren über die Gesellschaften der CSA Beteiligungsfonds 4 und 5.

Die Capital Sachwert Alliance (CSA) ist einer Tochter der Deltoton GmbH über die ebenfalls am 1. Juli das Insolvenzverfahren eröffnet wurde. Sie legte die CSA Beteiligungsfonds 4 und 5 auf. Die Anleger sollen schon seit längerer Zeit keine Ausschüttungen mehr erhalten haben. Mit der Eröffnung der Insolvenzverfahren könnte es noch schlimmer für sie kommen. Ihnen droht nun der Totalverlust ihrer Einlage. Anleger, die sich für eine Beteiligung über Ratenzahlungen entschieden haben, müssen außerdem damit rechnen, dass der Insolvenzverwalter sie zur Zahlung der noch ausstehenden Raten auffordert.

In dieser schwierigen Situation können sich die betroffenen Anleger an einen im Bank- und Kapitalmarktrecht kompetenten Rechtsanwalt wenden. Dieser kann auch prüfen, ob Ansprüche auf Schadensersatz geltend gemacht werden können. Anspruchsgrundlage kann eine fehlerhafte Anlageberatung sein. Denn die Anleger hätten umfassend über die Risiken der Kapitalanlage informiert werden müssen. Zumal die CSA Beteiligungsfonds als sog. Blind Pools konstruiert waren, die Anleger also nicht wussten, in welche Objekte ihr Geld investiert wurde. Durch diese Risiken waren die Beteiligung an den CSA Fonds auch nicht zum Aufbau einer Altersvorsorge geeignet. Wurden die Beteiligungen durch sog. Haustürgeschäfte abgeschlossen, kann der Ausstieg geprüft werden.

Die Staatsanwaltschaft Würzburg ermittelt seit einigen Monaten gegen Verantwortliche der Deltoton GmbH wegen Betrugsverdacht, Untreue und Geldwäsche. Bei einer Razzia Ende 2014 wurde umfangreiches Beweismaterial sichergestellt und fünf Personen verhaftet. Ihnen wird zur Last gelegt, Anlegergelder zumindest teilweise zweckentfremdet zu haben. Rund 30.000 Anleger sollen betroffen sein. Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, kann das weitere rechtliche Möglichkeiten eröffnen.

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