Unfallversicherungspflicht privater Bauhelfer

01.02.20111257 Mal gelesen
Wenn Familienangehörige, Verwandte, Nachbarn oder Kollegen beim privaten Hausbau mit anpacken, sind sie als Helfer des Bauherrn automatisch wie "echte" Arbeitnehmer bei der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU) gegen die Folgen von Arbeitsunfällen versichert.

Bauarbeiten sind alle Arbeiten in unmittelbarem Zusammenhang mit der Baumaßnahme, also Maurer-, Zimmerer-, Dachdecker-, Verputzer-, Installations-, Schreiner-, Maler-, Fliesen- und Bodenlegerarbeiten, aber auch Abbruch-, Erd- und Bodenkultivierungsarbeiten. Ob die Arbeit unentgeltlich oder gegen Lohn erfolgt, ist unerheblich. Eine private Unfall- oder Haftpflichtversicherung befreit nicht von dieser gesetzlichen Unfallversicherung. Der Bauherr muss Eigenbauarbeiten bei der Bau-BG anmelden, wenn private Helfer tätig werden und die festgesetzten Beiträge an die Bau-BG zahlen. Die Beitragshöhe richtet sich nach dem zeitlichen Umfang der Tätigkeit. Die Beiträge werden nach einem fiktiven, für die Helferstunden zugrunde gelegten Arbeitsentgeld berechnet. Macht der Bauherr keine oder unzutreffende Angaben, kann die BG eine Schätzung vornehmen. Dies kann zu weit überhöhten Beiträgen führen, wie der nachfolgende Fall zeigt:

Weitere Beiträge zum Thema Unfallversicherung:_

 

Dieser Beitrag dient zur allgemeinen Information und entspricht dem Kenntnisstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung. Eine individuelle Beratung wird dadurch nicht ersetzt. Jeder einzelne Fall erfordert fachbezogenen Rat unter Berücksichtigung seiner konkreten Umstände. Ohne detaillierte Beratung kann keine Haftung für die Richtigkeit übernommen werden.  Vervielfältigung und Verbreitung nur mit schriftlicher Genehmigung des Verfassers.

rkb-recht.de
Rechtsanwalt Peter Koch
Hohenzollernstraße 25
30161 Hannover
Tel.: 0511/27 900 182
Fax: 0511/27 900 183
www.rkb-recht.de
[email protected]