Wölbern Österreich 03: Anlegern droht Kapitalverlust

Wölbern Österreich 03: Anlegern droht Kapitalverlust
12.01.2015285 Mal gelesen
Die Immobilie des geschlossenen Immobilienfonds Wölbern Österreich 03 wurde offenbar verkauft. Für die Anleger bedeutet dies voraussichtlich hohe finanzielle Verluste.

GRP Rainer Rechtsanwälte Steuerberater, Köln, Berlin, Bonn, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, München und Stuttgart führen aus: Der geschlossene Immobilienfonds Österreich 03 von Wölbern Invest kriselte schon seit längerer Zeit. Ein Grund dafür ist, dass der Mietvertrag mit dem Hauptmieter nicht verlängert werden konnte und die Immobilie in Wien leer stand. Mieteinnahmen blieben aus. Die Anleger hatten daher einem Verkauf des Gebäudes zugestimmt. Nach einem Bericht von „Fonds professionell online“ ist der Verkauf inzwischen über die Bühne gegangen. Allerdings mit Verlusten für die Anleger. Sie müssen befürchten, mehr als die Hälfe ihres eingesetzten Kapitals zu verlieren. Denn aus dem Verkaufserlös können dem Bericht zufolge lediglich langfristige Darlehen bedient werden. Trotz des Verkaufs sei auch die Insolvenz des Fonds nach wie vor nicht ausgeschlossen.

In diesem Fall könnten noch weitere Forderungen auf die Anleger zukommen. Möglicherweise werden dann vom Insolvenzverwalter Ausschüttungen wieder zurückgefordert. In dieser schwierigen Situation und um den Schaden in Grenzen zu halten, können sich die betroffenen Anleger an einen im Bank- und Kapitalmarktrecht kompetenten Rechtsanwalt wenden. Dieser kann beispielsweise prüfen, ob Ansprüche auf Schadensersatz geltend gemacht werden können.

Anspruchsgrundlage kann zum Beispiel eine fehlerhafte Anlageberatung sein. Denn die Beteiligungen an geschlossenen Immobilienfonds wurden erfahrungsgemäß in den Beratungsgesprächen häufig als sehr sichere Kapitalanlage dargestellt. Das sind sie allerdings nicht. Wie bei anderen geschlossenen Fonds auch, erwerben die Anleger unternehmerische Beteiligungen und tragen dementsprechend auch das Risiko. Zu diesen Risiken zählen z.B. Schwankungen auf dem Immobilienmarkt, sinkende Mieteinnahmen bzw. Leerstände oder erhöhter Sanierungsbedarf. Dadurch kann die Wirtschaftlichkeit eines Fonds belastet werden und für die Anleger im Totalverlust ihres investierten Geldes enden. Daher hätten sie im Beratungsgespräch umfassend über die Risiken aufgeklärt werden müssen. Ist diese Aufklärung ausgeblieben, kann Schadensersatz geltend gemacht werden.

Beim Wölbern Österreich 03 muss zudem beachtet werden, dass Gelder aus dem Fonds veruntreut worden sein sollen. Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, eröffnet das weitere rechtliche Möglichkeiten.

http://www.grprainer.com/Woelbern-Invest.html