Resch Rechtsanwälte: Future Business - Verfahrenseröffnung in Insolvenz

Resch Rechtsanwälte: Future Business - Verfahrenseröffnung in Insolvenz
03.04.2014390 Mal gelesen
Das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Future Business KG aA ist eröffnet und eine Gläubigerversammlung auf den 13. Mai 2014 anberaumt worden.

Quote 20 Prozent

In einer Pressekonferenz am 01.04.2014 teilte Insolvenzverwalter Kübler mit, dass er nach dem derzeitigen Stand davon ausgehe, dass die Quote bei 20 Prozent liege. Die Anleger müssten sich also auf hohe Verluste gefasst machen. Das Verfahren werde Jahre dauern, so Kübler. Mit schnellen Rückzahlungen dürften die Anleger mithin nicht rechnen.

Lange Verfahrensdauer

„Dies ist keine Überraschung“, erklärt dazu Anlegeranwalt Jochen Resch, „in vergleichbaren Insolvenzen haben wir Verfahrensdauern von rund 10 Jahren. Eine Quote von 20 Prozent ist sogar deutlich über der üblichen Quote.“

Schaden höher als erwartet

Insolvenzverwalter Kübler teilte mit, dass rund 40.000 Anleger rund 1 Milliarden Euro in Orderschuldverschreibungen und sonstige Zertifikate der Future-Business-Gruppe investiert hatten. Über 28.000 Anleger hatten allein der Future Business über 730 Millionen Euro anvertraut. Bei einer Quote von 20 Prozent wäre dann der Verlust der Anleger der Future Business bei 620 Millionen Euro. Nicht eingerechnet sind die Verluste der übrigen Unternehmen der Future-Business-Gruppe, so die Prosavus, die Ecoconsort und die Valueconsort.

Damit wird klar, dass der Schaden deutlich höher ist, als ursprünglich angenommen. Die Staatsanwaltschaft hatte 25.000 betroffene Anleger und eine Schadenssumme von etwa 400 Millionen genannt.

Lebensversicherungspolicen nur 109 Millionen Euro wert.

In ihren Bilanzen hatte die Future Business Vermögenswerte aus Lebensversicherungen von rund 310 Millionen Euro angegeben. Diese sind aber nach den Aussagen von Kübler nur 109 Millionen Euro wert. Kübler machte deutlich, dass die Original-Policen noch nicht eingesehen werden konnten. Die Polizei hatte diese Unterlagen beschlagnahmt und in rund 1.300 Kartons eingelagert.

Kübler erklärte, dass er seine Informationen durch Anfragen bei den Versicherern erhalten habe. Trotzdem seien das belastbare Zahlen. Der Rückkaufswert der Policen belaufe sich auf 227 Millionen Euro. Abgezogen davon müssten über 103 Millionen Euro für Teilrückkäufe und aufgenommene Policen-Darlehen sowie weitere Rechte in Höhe von 15 Millionen Euro.

Die Future Business hatte diese Lebensversicherungspolicen in ihrer Bilanz 2012 noch mit 310 Millionen Euro bewertet. Dort standen allerdings die Anschaffungskosten einschließlich der hohen Provisionen, die über den Umweg einer Tochtergesellschaft als Gewinn wieder in der Bilanz landeten.

Gold für 9,5 Millionen Euro

Zu den weiteren Wertgegenständen gehören Gold und Metalle im Zeitwert von 9,5 Millionen Euro. Diese waren Hintergrund der sogenannten Golddeals, in deren Folge vermutlich die Razzia am 05.11.2013 ausgelöst wurde. In der Bilanz von 2012 waren diese Goldbestände noch mit 156 Millionen Euro ausgewiesen.

Immobilien sind 17 Millionen Euro wert

Zum Vermögen der Future Business gehören auch Immobilien. Diese lassen sich nach Aussage von Insolvenzverwalter Kübler für rund 17 Millionen Euro vermarkten. Guthaben und weitere Ansprüche belaufen sich auf insgesamt rund 15 Millionen Euro.

Insgesamt errechnet Kübler damit eine verfügbare Masse von rund 150 Millionen Euro. Für seine Arbeit schätzt der Insolvenzverwalter die anfallenden Gebühren auf rund 11 Millionen Euro. So bleiben dann die 140 Millionen Euro, die den Anlegern am Ende zur Verfügung stehen könnten.

Ansprüche gegen den Haftpflichtversicherer

„Hauptstoßrichtung unserer Arbeit ist aber nicht das Insolvenzverfahren,“ erklärt Rechtsanwalt Manfred Resch, „wir wollen für unsere Mandanten die Ansprüche  gegen die Haftpflichtversicherung der Infinus geltend machen.“

Alle für die Infinus tätigen Vermittler, die Orderschuldverschreibungen der Future Business vertrieben haben, waren unter dem „Infinus-Haftungsdach“ tätig. Dies ist eine Art Gruppenversicherung, die jedem Vermittler eine Vermögenshaftpflichtversicherung gewährt hat.

Zwar ist die Infinus AG Finanzdienstleistungsinstitut zwischenzeitlich auch in der Insolvenz. Die bereits gegen das Infinus-Haftungsdach eingereichten Klagen werden nunmehr auf den Haftpflichtversicherer umgestellt.

Resch Rechtsanwälte: Anlegerschutz seit 1986. Resch Rechtsanwälte werden die Forderungen der von ihnen vertretenen Mandanten zur Insolvenztabelle anmelden und an der Gläubigerversammlung am 13. Mai 2014 teilnehmen.

Resch Rechtsanwälte bieten allen Future Business Anlegern, die sich nicht auf die nach langen Jahren auszuschüttende Insolvenzquote bescheiden möchten, die kostenlose Prüfung ihrer Ansprüche gegenüber der Haftpflichtversicherung an. Rufen Sie an unter 030- 8859770.