MPC Reefer Flottenfonds 1: Kapitalerhöhung

MPC Reefer Flottenfonds 1: Kapitalerhöhung
27.12.2012486 Mal gelesen
Der Schiffsfonds MPC Reefer Flottenfonds 1 ist angeschlagen. Durch eine Kapitalerhöhung soll das schlimmste abgewendet werden. Jedoch werden den Anlegern auch düstere Perspektiven aufgezeigt, die sie auf jeden Fall Geld kosten.

Die Schiffsbeteiligung MPC Reefer Flottenfonds 1 funkt SOS an die Anleger: Um den Schiffsfonds vor dem sicheren Untergang zu bewahren, sollen die Anleger finanzielle Unterstützung gewähren. Was im Herbst 2012 wegen der verschobenen Vorstellung der Sanierungspläne gemunkelt wurde, wurde in einem Schreiben an die Anleger vom 12.12.2012 bestätigt. So soll ein „außerordentlicher Beschluss zur Aufnahmen von Neukapital“ gefasst werden, da nach einem „erneut dramatischen Ratenverfall“ die Schiffsgesellschaften des MPC Reefer Flottenfonds 1 keine auskömmlichen Einnahmen mehr erzielen könnten. Ohne Neukapital sei mit Zahlungsschwierigkeiten zu rechnen.

 

Kapitalerhöhung soll drohende Insolvenz abwenden und Chance auf „reduzierten Kapitalverlust“ erhalten

 

Zunächst werden die Anleger um die Zustimmung zu einer Kapitalerhöhung gebeten. Sollte die Kapitalerhöhung (Umfang ca. 21 Mio. Euro) scheitern, droht ausweislich dieses Schreibens die Insolvenz des MPC Reefer Flottenfonds 1 und es wird voraussichtlich zu einem Zwangsverkauf der Schiffe kommen. In diesem Fall wurde den Anlegern des MPC Reefer Flottenfonds 1 bereits weiteres Ungemach angekündigt: Die bereits ausgezahlte, leider nicht gewinngedeckten Ausschüttungen würden dann zurückgefordert werden. Doch auch im Fall einer Kapitalerhöhung wird den Anlegern nahegelegt, Ausschüttungen in Höhe von 7,92% zurückzuzahlen, da dieser Betrag wohl in jedem Fall fällig werde. „Entweder durch Einzug durch einen Insolvenzverwalter (die Beteiligung endet in einem Totalverlust) oder durch eine freiwillige Teilnahme an der Kapitalerhöhung (die Chance auf eine Reduzierung des Kapitalverlusts bleibt erhalten).“


Der Schiffsfond MPC Reefer Flottenfonds 1, die vollständige Bezeichnung lautet MPC Fonds Beteiligungsgesellschaft Reefer-Flottenfonds mbH wurde 2006 aufgelegt. Der Schiffsfonds hält 14 Kühlschiffe. Im Herbst 2012 war die Schiffsbeteiligung zum Gegenstand der Berichterstattung geworden. Die Fondszeitung wies seinerzeit auf die schwierige Einnahmenlage und die verteuerte Tilgung der Yen-Kredite hin.

 

Welche Alternativen gibt es für die betroffenen Anleger?

 

Tatenlos zusehen, wie ihr Geld verloren gehen könnte, müssen die Anleger des Schiffsfonds MPC Reefer Flottenfonds 1 dennoch nicht. Die Anlageberatung ließ hinsichtlich der Aufklärung der Anleger über Risiken und Funktionsweisen des Anlageprodukts  meist zu wünschen übrig. Von den Anlageberatern wurde meist nicht ausdrücklich auf die unternehmerischen Risiken, die mit dem Schiffsfonds MPC Reefer Flottenfonds 1 verbunden sind, hingewiesen. Auch hätten die Anleger über die Funktionsweise des Schiffsfonds aufgeklärt werden müssen. Weiterhin sind Banken und Anlageberater verpflichtet, gegenüber Anlegern offenzulegen, ob Provisionen bei der Vermittlung des Schiffsfonds MPC Reefer Flottenfonds 1  flossen. Hohe, im zweistelligen Prozentbereich liegende Provisionen sind im Bereich der Schiffsfonds üblich.

 

Passierten bei der Anlageberatung Fehler, können Anleger Schadensersatz verlangen, im Idealfall sogar verzinst. Da die Chancen, tatsächlich Schadensersatz zu bekommen recht gut stehen, sollten Anleger des MPC Reefer Flottenfonds 1 nicht zögern, sich von Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht beraten zu lassen und so ihre individuellen Chancen auf Schadensersatz abklären zu lassen. Die Kanzlei Dr. Stoll & Kollegen vertritt und berät bereits Anleger der Schiffsbeteiligung MPC Reefer Flottenfonds 1.

 

Weitere Informationen:

Infoseite MPC Schiffsfonds und Schiffsbeteiligungen

 

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