BS Invest Schiffsfonds kämpfen mit Krise der Schifffahrt

BS Invest Schiffsfonds kämpfen mit Krise der Schifffahrt
25.09.2012253 Mal gelesen
Die Schifffahrt hat seit Monaten unter schwierigen Marktbedingungen zu leiden. Auch Schiffsfonds der BS Invest werden hiervon nicht ausgenommen. Welche Rechte und Ansprüche stehen den Anlegern eines krisengeschüttelten Schiffsfonds zu?

Bei den Schiffsfonds des Anbieters BS Invest steht nicht alles zum Besten.  Eine Insolvenzanmeldung im September 2012 und eine drohenden Insolvenz belegen dies. Während auf die Anleger des insolventen Schiffsfonds BS Invest MS Gustav Schulte und des insolvenzbedrohten BS Invest Chemikalientanker Flottenfonds spezielle Schwierigkeiten warten, befindet sich die gesamte maritime Branche in einer großen Krise. Die Schifffahrtskrise wirkte sich auch auf Schiffsfonds aus, sodass es im Lauf der vergangenen Monate zu Dutzenden Insolvenzanmeldungen und ähnliche Anlegeralpträume kam.

 

Die Krise der Schifffahrt hat vielfältige Ursachen. Zu den wichtigsten Faktoren gehört die seit längerer Zeit verhaltene Nachfrage nach Schiffstransporten aufgrund der stagnierenden weltweiten Konjunktur. Gleichzeitig vergrößerte sich in den vergangenen Jahren die Zahl der Transportschiffe, sodass ein Überangebot an Transportkapazitäten aufgebaut wurde. Heute konkurrieren (zu) viele Schiffe um die vorhandenen Aufträge. Die Zahl der Schiffsverschrottungen ist in diesem Jahr zwar deutlich angestiegen im Vergleich zum letzten Jahr, dennoch ist der Wettbewerb unter den Schiffen nach wie vor vorhanden. Die momentan gezahlten Charterraten erlauben nicht jedem Schiff ein auskömmliches Einkommen.

 

Ob eine baldige Besserung auf dem Schifffahrtsmarkt zu erwarten ist, ist fraglich. Denn es gab schon Ende August 2012 erste Berichte, dass nach Einschätzung von Branchenkennern der allwinterliche Rückgang der Nachfrage nach Containertransporten per Schiff bereits mitten im Sommer eingesetzt habe. So sei der Zahl der beschäftigungslosen Schiffe am Steigen. Daher scheint sich die Einschätzung von Experten, dass die Schifffahrtsmärkte das ganze Jahr 2012 unter schwierigen Bedingungen leiden werden, bereits im Sommer zu bestätigen.

 

Die Krise der Schifffahrt wird auch durch eine geänderte Haltung der Banken weiter angefeuert. Nicht wenige Banken vergeben Kredite und Darlehen nur unter wesentlich strengeren Bedingungen als noch vor wenigen Jahren. Diese und weitere Aspekte der aktuellen Krisensituation führten bereits bei zwei der neun BS Invest Schiffsfonds zu akuten Problemen. Und die Aussichten lassen befürchten, dass noch mehr Anleger Schreckensbotschaften vernehmen müssen. Im schlechtesten Fall droht ihnen neben dem Totalverlust ihres eingesetzten Kapitals auch die weitere Bezahlung des Darlehens, falls sie ihre Beteiligung an ihrem BS Invest Schiffsfonds durch einen Kredit (teil)finanzierten. Daher sollten betroffene Anleger, deren BS Invest Schiffsfonds von der Krise erfasst wurde, jetzt handeln und sich an einen Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht wenden.

 

Rechtliche Schritte können bedrohtes Geld der Anleger retten

 

Ein Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht kann prüfen, welche Optionen Anlegern der BS Invest Schiffsfonds offen stehen. Beispielsweise kann geklärt werden, ob sie Schadensersatz wegen Beratungsfehlern fordern können. Die Anlageberatung vor der Investition in einen Schiffsfonds ließ oft zu wünschen übrig, da Schiffsfonds nicht selten als sichere Kapitalanlagen angepriesen wurden. Anlegern wurde auch des Öfteren weder erklärt was ein geschlossener Schiffsfonds ist, noch wurden sie über die nicht zu unterschätzenden Risiken einer Schiffsbeteiligung aufgeklärt. Dabei handelt es sich bei einem Schiffsfonds um ein Unternehmen, das am Markt bestehen muss und das auch – wie auch bei BS Invest Schiffsfonds geschehen – insolvent werden kann.

 

Ein stets brisantes Thema sind auch verschwiegene Provisionen, über die Vermittler hätten aufklären müssen. Laut höchstrichterlicher Rechtsprechung müssen Bankberater die Anleger auf Provisionen hinweisen, wenn die Gesamtsumme über 15 % liegt. Gerade bei Schiffsfonds beliefen sich die Provisionen oft auf erhebliche Beträge, die diese Grenze teilweise auch deutlich überstiegen. Dies kann aber einen Interessenkonflikt hervorrufen zwischen dem Verdienstinteresse des Bankberaters und den Interessen des Bankkunden, der eine an seinen Bedürfnissen und Wünschen orientierte Beratung wünscht.

 

Anleger der BS Invest Schiffsfonds und Schiffsbeteiligungen können von einem Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht ihre individuellen Ansprüche und Rechte ermitteln lassen. Da falsche Anlageberatungen keine Seltenheit sind, kann dies Anlegern eines mit Problemen behafteten Schiffsfonds die Chance eines verlustfreien Ausstiegs bieten. Da die Krise der Schifffahrt in absehbarer Zukunft nach Einschätzung von Experten nicht wesentlich abflauen wird, kann die rechtliche Überprüfung der Beteiligung an einem akut bedrohten BS Invest Schiffsfonds den endgültigen Verlust des investierten Geldes abwenden. Die Beratung durch einen Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht kann Anlegern der BS Invest Schiffsfonds auch Klarheit über ihre Handlungsoptionen bieten.

 

Weitere Informationen:

Infoseite über die Rechtsansprüche der Anleger eines Schiffsfonds

 

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