Medienfonds, Filmfonds - Unsicherheit nach Urteil des Finanzgerichts München

Medienfonds, Filmfonds - Unsicherheit nach Urteil des Finanzgerichts München
20.11.2011489 Mal gelesen
Steuer: Wie geht es weiter bei KGAL, ALCAS, Hannover Leasing, LHI, Apollo, Victory, Academy Medienfonds und Filmfonds? Steuernachzahlungen? Ende 2011 verjähren viele Ansprüche, Anleger müssen jetzt handeln.

Im Jahr 2011 glaubte man, dass sich bei Filmfonds und Medienfonds die Lage entspannt. Der jahrelange Streit zwischen den Medienfonds und der Finanzverwaltung schien zu Ende zu gehen, weil das Finanzgericht München zugunsten eines Medienfonds entschieden hatte, dass die Steuervorteile verbleiben. Dieses Urteil wurde bejubelt wie ein absoluter Erfolg für die Medienfonds und die Anleger. Ein Finanzbeamter stellt in einem Fachaufsatz nun aber klar, dass es sich um eine Einzelfallentscheidung handle, die nicht ohne weiteres auf andere Fälle von Medienfonds übertragbar sei. Bei dem Urteil des Finanzgerichts München handle es sich um kein Präzedenzurteil. Der Finanzbeamte geht davon aus, dass es weitere Fallstricke gibt, mit denen die Finanzverwaltung die Steuernachforderungen begründen kann. Der Streit zwischen den Medienfonds und der Finanzverwaltung wird daher weiter gehen, da es für den Staat um viel Geld geht.

Dass die Finanzbehörden nicht aufgeben werden, zeigen die Hannover Leasing Medienfonds. Hier brennt nun wieder ein Streit zwischen den Medienfonds und der Finanzverwaltung auf. Es steht der Verdacht der Steuerhinterziehung und der Aberkennung der Steuernachteile im Raum, wogegen sich Hannover Leasing vor dem Finanzgericht wehrt.

Eins kann sicher gesagt werden: der Streit um die steuerliche Problematik bei Medienfonds wird noch Jahre weiter gehen und die Anleger von den KGAL, ALCAS, Hannover Leasing, LHI, Apollo, Victory, Academy Medienfonds und Filmfonds stehen vor unsicheren Zeiten.

Das Problem für Anleger liegt nun darin, dass sich dieser Streit wohl noch Jahre hinziehen wird, die Ansprüche gegen Berater und Banken in vielen Fällen Ende 2011 endgültig verähren werden. Anleger der KGAL, ALCAS, Hannover Leasing, LHI, Apollo, Victory, Academy Medienfonds und Filmfonds gehen also das Risiko ein, sich erheblichen Steuernachforderungen auszusetzen, wobei alleine die Zinsen für 10 Jahre 60% der Steuernachforderung ausmachen werden. Ansprüche gegen Berater und Banken, die die KGAL, ALCAS, Hannover Leasing, LHI, Apollo, Victory, Academy Medienfonds und Filmfonds verkauft haben, sind dann schon verjährt, obwohl hier gute Aussichten auf Schadensersatz bestehen. Anleger der KGAL, ALCAS, Hannover Leasing, LHI, Apollo, Victory, Academy Medienfonds und Filmfonds sollten dieses Risiko nicht eingehen und die KGAL, ALCAS, Hannover Leasing, LHI, Apollo, Victory, Academy Medienfonds und Filmfonds besser rückabwickeln. So müssen Sie zwar die Steuervorteile zurückzahlen, jedoch entfallen die Steuerzinsen und Anleger erhalten ihre Einlage nachträglich verzinst. Außerdem besteht das Risko einer Darlehensrückzahlung bei kreditfinanzierten KGAL, ALCAS, Hannover Leasing, LHI, Apollo, Victory, Academy Medienfonds und Filmfonds nicht mehr, da die Rückzahlung bei Schadensersatz dann die Bank übernehmen muss.

Anleger sollten nun schnell handeln, damit ein Rechtsanwalt noch vor Ende 2011 die Ansprüche sichern kann.

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