Beluga Reederei – Die Tage der Beluga Reederei sind gezählt, Insolvenzverwalter wird Beluga Chartering abwickeln

27.05.2011551 Mal gelesen
Hilfe für Anleger von Schiffsfonds der HCI Capital, Oltmann, Elbe, Ownership und Nordkontor. Anleger müssen handeln.

Seit den Nachrichten um die Insolvenzen der Beluga-Gruppe hat sich die Lage zum Leidwesen der Anleger und Angestellten nicht verbessert: mithin kann der vorläufige Insolvenzverwalter Edgar Grönda Beluga, die einstmals die weltgrößte Schwergutreederei war, nicht retten. Man habe intensiv nach einem neuen Investor gesucht, da nur der Mitgesellschafter der Beluga bereit war die Kosten für eine Sanierung der Schiffe zu übernehmen, doch am Ende habe sich niemand gefunden, weswegen die Beluga Chartering nach der Insolvenzeröffnung abgewickelt werden wird. 224 Mitarbeiter werden demnächst ihre Kündigung erhalten, 209 haben bereits selbst gekündigt oder Aufhebungsverträge unterzeichnet. Vormals bestand die Gruppe aus 671 Mitarbeitern.

Beluga hatte noch 7 Schiffe in seinem Eigentum, diese werden immerhin nicht zwangsversteigert, ein Vorteil, so Grönda. Die 7 Schiffe werden an die neue vom US-Finanzinvestor Oaktree gegründete Schwergutreederei „Hansa Heavy Lift“ (HHL) verkauft. Über die Kaufpreise habe man sich aber noch nicht geeinigt, doch sieht Grönda dies als gute Chance Geld in die Insolvenzmasse zu bringen. Für die HHL arbeiten derzeit 50 Beluga-Mitarbeiter seit rund einem Monat und die Gesellschaft betreibt 16 Schiffe – 7 von Beluga und 9 von Oaktree.

Auch die Lage um den ehemaligen Gründer Niels Stolberg hat sich nicht verbessert: gegen ihn wurden Ermittlungen wegen Bilanzfälschung und Betrug eingeleitet, erste Ergebnisse sollen Ende Juni vorliegen.

Von der Insolvenz der Beluga-Gruppe und der Abwicklung der Beluga Chartering sind tausende deutsche Anleger betroffen, die über geschlossene Schiffsfonds mittelbar in diese Gesellschaften investierten. Viele geschlossene  Schiffsfonds hatten ihre Schiffe an die Beluga verchartert und warten nun auf die vereinbarten Charterraten. Betroffen hiervon sind vor allem Anleger der Schiffsfonds der Emissionshäuser HCI Capital, Oltmann, Elbe, Ownership und Nordkontor. Anleger der HCI Capital, Oltmann, Elbe, Ownership und Nordkontor müssen wohl mit einigen Verlusten rechnen. Diese müssen aber nicht hingenommen werden, vielmehr sollten Anleger der HCI Capital, Oltmann, Elbe, Ownership und Nordkontor ihre Schadensersatzansprüche gegen ihre Anlageberater von einem im Kapitalanlagerecht tätigen Rechtsanwalt überprüfen lassen, da hierdurch Schadensbegrenzung betrieben werden kann.

Wurden Anleger bei der Zeichnung der Schiffsfonds nicht ordnungsgemäß über die speziellen Risiken dieser Produkte aufgeklärt, so vor allem, dass ein Totalverlustrisiko der Einlage besteht, stellt dies eine Verletzung ihrer Beratungspflichten dar, welche mithin zu einem Schadenersatzanspruch führt.

Weitere Informationen finden Sie hier:

http://www.dr-stoll-kollegen.de/aktuelle-faelle/schiffsfonds-schiffsbeteiligungen