Four Gates AG - Rettung durch Verkauf von Nachrangdarlehen der FINDOR Derivest GmbH? - KAP Rechtsanwälte berichten

Four Gates AG - Rettung durch Verkauf von Nachrangdarlehen der FINDOR Derivest GmbH? - KAP Rechtsanwälte berichten
18.09.2014533 Mal gelesen
Four Gates AG - vormals OFL AnlagenLeasing AG - Rettung durch Verkauf von Nachrangdarlehen der FINDOR Derivest GmbH?

München, 18.09.2014 - Die Four Gates AG (ehemals OFL AnlagenLeasing AG) befindet sich seit Jahren in der Krise. Seit dem Börsengang im Jahre 2004 hat sich der Aktien-Kurs drastisch reduziert; von ehemals rund Euro 5,00 liegt der Wert Anfang September 2014 gerade noch bei ca. Euro 0,33 an der Börse Hamburg. Auch bei den meist an Privatanleger herausgegebenen Genussscheinen hat die Four Gates AG Gewinnausschüttungen entfallen lassen, wie KAP Rechtsanwälte, die auf die Vertretung von Anlegern spezialisiert sind, mitteilen.

Die OFL AnlagenLeasing AG (nunmehr Four Gates AG) ist durch Verschmelzung der OFL Leasing GmbH, der OFL Projekt GmbH und der OFL Vertriebs GmbH entstanden. Vorstand der Four Gates AG ist Christian Kanwischer. “Gegenstand der Four Gates AG ist laut Eintragung im HandelsregisterLeasing- und Factoring-Geschäfte aller Art, insbesondere hinsichtlich Mobilien und Immobilien, die Vermittlung von Leasingverträgen an anderen Leasingunternehmen und der Erwerb bzw. die Verwaltung und Verwertung von Immobilien. Um den Gegenstand dieses Unternehmens zu erfüllen, hat die Gesellschaft zunächst weiteres Kapital durch atypisch und typisch stille Gesellschaftsverträge aufgenommen” wie Fachanwältin für Bank- und Kapitalmarktrecht Anja Appelt, Partnerin von KAP Rechtsanwälte, erläutert. Darüber hinaus wurden Aktien als auch Genussscheine initiiert, die genau wie die aytpisch stillen Gesellschaftsverträge unter anderem an Klein- und Privatanlegern vermittelt wurden.

Die Four Gates AG versucht nun durch Sammeln von Geldern für die FINDOR Derivest GmbH (kurz FINDOR) einen Neustart; hier wird sie als Konzernmutter neben der FINDOR Derivest GmbH als Emittentin tätig und lockt Anleger mit 6,5 Prozent Jahresrendite an. Die in Bautzen ansässige FINDOR Derivest GmbH bietet sogenannte Nachrangdarlehen an.

Die Four Gates AG preist hierzu auf ihrer Homepage unter der vielversprechenden Überschrift „6,5% - Jahr für Jahr…“ vollmundig an:

„Mit FINDOR Immovest und Derivest bieten wir unseren Kunden die Möglichkeit, sich an der Investition in Immobilien zu beteiligen und von hohen Renditen mit einem Ertragsziel von 6,5 Prozent p. a. zu profitieren. Ob Einmalanlage oder Ratenvertrag: Überzeugend sind hervorragende Sicherheiten, das Potenzial der Investments sowie deren Transparenz und greifbare Regionalität.“

“Nachrangdarlehen sind grundsätzlich sehr riskant, da die Rückzahlung der Anlegergelder nur dann erfolgt, wenn die Gesellschaft diese nach Ablauf auch noch leisten kann. Geht die Gesellschaft in Insolvenz, ist ein Totalverlust wahrscheinlich. Nachrangdarlehen zeichnen sich dabei aus, dass sie im Falle einer Liquidation oder Insolvenz hinter anderer Forderungen gegen den Schuldner zurücktreten.  D.h., erst wenn alle anderen Forderungen bedient werden, erhalten die Anleger von Nachrangdarlehen Geld. “ macht Rechtsanwältin Anja Appelt deutlich.

Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass es sich bei der FINDOR Derivest GmbH laut Exposé um eine Tochtergesellschaft der Four Gates handelt und deren Geschäftsführer Andreas Löhr laut Handelsregister zugleich Prokurist der Four Gates AG ist. Rechtsanwältin Appelt ist der Meinung: “Durch den Verkauf der Nachrangdarlehen könnte sich das endgültige Scheitern der Four Gates AG aus unserer Sicht nur verzögern.”

Da mit der Insolvenz der Four Gates AG auch die Gefahr besteht, dass Anleger an dieser ihr Geld in großem Umfang verlieren, kann es sich für Anleger empfehlen, ihre  möglichen Ansprüche und Ausstiegschancen von einem  hierauf spezialisierter Rechtsanwälte prüfen zu lassen.

Weitere Informationen finden Sie bei KAP Rechtsanwälte unter: Four Gates AG

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