Schneekoppe-Insolvenz und die Anleihen: Was bringt das Schutzschirm-Verfahren für die Anleger mit sich?

Schneekoppe-Insolvenz und die Anleihen: Was bringt das Schutzschirm-Verfahren für die Anleger mit sich?
05.09.2014433 Mal gelesen
Seit rund einem Monat befindet sich die Schneekoppe Lifestyle GmbH befindet in einem insolvenzrechtlichen Schutzschirmverfahren. Was bringt dies für Anleger, die in Schneekoppe Anleihen investierten, mit sich? Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht informiert.

Es hätte erfreulichere Anlässe gegeben, um das einst wegen seiner prägnanten Werbung weit bekannte Unternehmen Schneekoppe wieder zu einem Gesprächsgegenstand werden zu lassen. Jedoch machte Schneekoppe im Sommer 2014 in erster Linie wegen einer Insolvenzanmeldung von sich reden. Seit dem 08.08.2014 befindet die Schneekoppe Lifestyle GmbH in einem Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung - genauer in einem sogenannten „Schutzschirmverfahren“. Im Rahmen dieses drei Monate währenden Schutzschirms soll in einem frühen Stadium des Insolvenzverfahrens geklärt werden, ob eine Sanierung bei Schneekoppe umgesetzt werden kann.

 

Konkret läuft das Schutzschirmverfahren noch bis zum 08.11.2014. Bis zu diesem Datum hat die Schneekoppe Lifestyle GmbH Zeit, um einen Plan für eine Unternehmenssanierung vorzulegen. Denn am Ende des Schutzschirmverfahren hat zuständige Insolvenzgericht Tostedt zu entscheiden, ob bei der Schneekoppe Lifestyle GmbH ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung bestehen bleibt oder ein „reguläres“ Insolvenzverfahren eröffnet wird. Ein wesentlicher Unterschied zwischen diesen beiden Verfahrensarten ist, dass bei einer Eigenverwaltung die Unternehmensspitze nicht von einem Insolvenzverwalter abgelöst wird.

 

Welche Auswirkungen hat das für Anleger, die in die Schneekoppe-Anleihe (WKN: A1EWHX; ISIN: DE000A1EWHX9) investierten? Zunächst ist festzuhalten, noch offen ist, welches konkrete Ergebnis am Ende des Schutzschirmverfahrens der insolventen Schneekoppe Lifestyle GmbH stehen wird. Doch bereits die jetzige Situation kann für betroffene Anleihen-Anleger belastend sein – trotz oder gerade wegen der Unsicherheit, wie es konkret weitergehen wird.

 

Denn sie sehen sich mit einem Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung und dessen von rechtlichen Regeln durchdrungenen Procedere konfrontiert. Für jene, die sich noch nie einer Insolvenz befassen mussten, kann bereits diese Situation schwierig sein. Anleger, die professionelle und fachkundige Unterstützung wünschen, können sich an einen Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht wenden. Für die Kanzlei Dr. Stoll & Kollegen ist auch Fachanwalt für Handels- und Gesellschaftsrecht Ralph Sauer tätig, welcher selbst als Insolvenzverwalter tätig ist.

 

Mehr Informationen zu der Schneekoppe-Anleihe befinden sich auf der Homepage der Kanzlei Dr. Stoll & Kollegen.

 

Dr. Stoll & Kollegen Rechtsanwaltsgesellschaft mbH

Kanzlei für Bank- und Kapitalmarktrecht

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