König & Cie. Schiffsfonds und die Schifffahrtskrise

König & Cie. Schiffsfonds und die Schifffahrtskrise
28.08.2012263 Mal gelesen
Die Krise der Schifffahrt ist auch für die Anleger der König & Cie. Schiffsbeteiligungen ein Thema. Welche Rechte und Ansprüche stehen den Anlegern eines krisengeschüttelten Schiffsfonds zu?

Für Anleger, die in Schiffsbeteiligungen investierten, hielt das Jahr 2012 bisher eine Vielzahl unterschiedlicher Hiobsbotschaften bereit. Die Schiffsfonds des Emissionshauses König & Cie. wurden ebenfalls nicht ausgespart. So mussten die Anleger der König & Cie. Schiffsfonds Renditefonds 38 MS Stadt Lübeck und Renditefonds 62 MT King Edwin bereits die Insolvenzanmeldung des jeweiligen Fondsschiffs zur Kenntnis nehmen. Die wirtschaftlichen Probleme, unter denen Fonds der Produktentanker-Fonds leiden, sind zwar nicht so dramatisch wie eine Insolvenzanmeldung, jedoch zeigen sie deutlich auf, woran viele Schiffsfonds – auch solche von König & Cie. – leiden: Die Krise der Schifffahrt. Diese führt bei einer Vielzahl von Schiffsbeteiligungen zu erheblichen Problemen.

 

Krise der Schifffahrt hat vielfältige Ursachen

 

Eine der Hauptursachen dieser Krise ist die verhaltene Nachfrage nach Schiffstransporten, da angesichts der weltweiten wirtschaftlichen Probleme die Zahl der Schiffstransporte stagnierte. Gleichzeitig vergrößerte sich in den vergangenen Jahren die Zahl der Transportschiffe, da Schiffsfonds zu einer beliebten Anlageklasse wurden und die deutsche Handelsmarine stetig ausgebaut wurden. Mittlerweile besteht ein Überangebot an Transportkapazitäten, sodass heute (zu) viele Schiffe um die vorhandenen Aufträge konkurrieren. Die gezahlten Preise für Schiffstransporte erlauben nicht jedem Schiff ein auskömmliches Einkommen. Für jene Schiffsfonds, deren Schiff der Konkurrenz nicht gewachsen war, bedeutete das oft schwere wirtschaftliche Schieflagen, wie dies auch verschiedene König & Cie. Schiffsfonds demonstrierten.

 

Ob eine baldige Besserung auf dem Schifffahrtsmarkt zu erwarten ist, ist fraglich. Denn es gibt bereits Ende August 2012 erste Berichte, dass nach Einschätzung von Branchenkennern der allwinterliche Rückgang der Nachfrage nach Containertransporten per Schiff bereits mitten im Sommer eingesetzt habe. So sei der Zahl der beschäftigungslosen Schiffe am Steigen. Daher scheint sich die Einschätzung von Experten, dass die Schifffahrtsmärkte das ganze Jahr 2012 unter schwierigen Bedingungen leiden werden, bereits im Sommer zu bestätigen.

 

Die Krise der Schifffahrt wird auch durch eine geänderte Haltung der Banken weiter angefeuert. Nicht wenige Banken vergeben Kredite und Darlehen nur unter wesentlich strengeren Bedingungen als noch vor wenigen Jahren. Diese und weitere Aspekte der aktuellen Krisensituation lehrte den Anlegern etlicher König & Cie. Schiffsfonds bereits das Fürchten. Und die Aussichten lassen befürchten, dass noch mehr Anleger Schreckensbotschaften vernehmen müssen. Im schlimmsten Fall droht ihnen neben dem Totalverlust ihres eingesetzten Kapitals auch die weitere Bezahlung des Darlehens, falls sie ihre König & Cie. Schiffsbeteiligung durch einen Kredit (teil)finanzierten. Daher sollten betroffene Anleger, deren König & Cie. Schiffsfonds von der Krise erfasst wurde, jetzt handeln und sich an einen Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht wenden.

 

Schiffsfonds sind keine sicheren Kapitalanlagen

 

Ein Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht kann prüfen, welche Optionen Anlegern der König & Cie. Schiffsfonds offenstehen. Beispielsweise kann geklärt werden, ob sie Schadensersatz wegen Beratungsfehlern fordern können. Die Anlageberatung vor der Investition in einen Schiffsfonds ließ oft zu wünschen übrig, da Schiffsfonds als sichere Kapitalanlagen angepriesen. Anlegern wurde nicht selten weder erklärt was ein geschlossener Schiffsfonds ist, noch wurden sie über die nicht zu unterschätzenden Risiken einer Schiffsbeteiligung aufgeklärt. Dabei handelt es sich bei einem Schiffsfonds um ein Unternehmen, das am Markt bestehen muss und das auch – wie bereits vielfach auch bei König & Cie. Schiffsfonds geschehen – insolvent werden kann.

 

Ein stets brisantes Thema sind auch verschwiegene Provisionen, über die Vermittler hätten aufklären müssen. Laut höchstrichterlicher Rechtsprechung müssen Bankberater die Anleger auf Provisionen hinweisen, wenn die Gesamtsumme über 15 % liegt. Gerade bei Schiffsfonds beliefen sich die Provisionen oft auf erhebliche Beträge, die diese Grenze teilweise auch deutlich überstiegen. Dies kann aber einen Interessenkonflikt hervorrufen zwischen dem Verdienstinteresse des Bankberaters und den Interessen des Bankkunden, der eine an seinen Bedürfnissen und Wünschen orientierte Beratung wünscht.

 

Anleger können bei falscher Anlageberatung Schadensersatz beanspruchen

 

Anleger der König & Cie. Schiffsfonds und Schiffsbeteiligungen können von einem Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht ihre individuellen Ansprüche und Rechte ermitteln lassen. Da falsche Anlageberatungen keine Seltenheit sind, kann dies Anlegern eines mit Problemen behafteten König & Cie. Schiffsfonds die Chance eines verlustfreien Ausstiegs bieten. Da die Krise der Schifffahrt in absehbarer Zukunft nach Einschätzung von Experten nicht wesentlich abflauen wird, kann die rechtliche Überprüfung der Beteiligung an einem akut bedrohten König & Cie. Schiffsfonds den endgültigen Verlust des investierten Geldes abwenden. Die Beratung durch einen Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht kann Anlegern auch Klarheit über ihre Handlungsoptionen bieten.

 

Weitere Informationen:

Infoseite Rechtsansprüche der Anlegern eines Schiffsfonds

 

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