Schutz vor Produktpiraterie im digitalen Zeitalter

Schutz vor Produktpiraterie im digitalen Zeitalter
27.04.2015143 Mal gelesen
Von der Stradivari-Geige bis zum Smartphone – Produktpiraterie ist kein Phänomen des 21. Jahrhunderts. Aber die Plagiate nehmen zu und in der zunehmend digitalisierten Welt wird es einfacher, Plagiate und Fälschungen zu produzieren.

Der Schaden durch Produktpiraterie ist enorm. Die Verbraucher können durch die Fälschungen hohen Risiken ausgesetzt werden, wenn beispielsweise minderwertige Materialien verwendet werden. Der finanzielle Schaden für die Wirtschaft ist beträchtlich. Allein der deutsche Maschinen- und Anlagebau verzeichnet jährlich einen geschätzten Schaden von 7,9 Milliarden Euro, berichtet der VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V.). "Das Problem ist aber nicht nur der finanzielle, sondern auch der Imageschaden für die Betriebe, die Opfer der Produktpiraten werden. Minderwertige Plagiate können schnell den guten Namen des Unternehmens beschädigen. Das wiederum kann den finanziellen Schaden noch erhöhen", sagt Rechtsanwalt Dr. Bernd Fleischer, Fachanwalt für Gewerblichen Rechtsschutz bei der bundesweit tätigen Wirtschaftskanzlei ROSE & PARTNER LLP. Umso wichtiger sei es, sich gegen Markenverletzungen, Produktpiraterie, Plagiate und Fälschungen zu wehren.

Nach wie vor kommen die meisten Plagiate aus China. Doch Produktpiraterie gibt es auch in anderen Ländern. Nach einer Studie des VDMA liegt Deutschland mit 23 Prozent als Herkunftsland von Plagiaten auf Platz zwei hinter China. Und auch die Unternehmen aus China sind längst nicht mehr vor Kopien ihrer Produkte sicher. Das zeigt das Beispiel des Handy-Herstellers Xiaomi aus China. Innerhalb weniger Jahre legte das Unternehmen einen rasanten Aufstieg hin und entwickelte sich nicht nur in China zum Marktführer, sondern zählt nach Medienberichten zu den fünf größten Smartphone-Anbietern weltweit. Den Erfolg soll es auch Plagiaten zu verdanken haben. Immer wieder gibt es Vorwürfe, dass die Marke Apple von den Chinesen kopiert wurde. Inzwischen soll Xiaomi selbst Opfer von Produktpiraten geworden sein.

"Die Reihe von Plagiaten lässt sich fast beliebig fortsetzen und im digitalen Zeitalter wird es immer einfacher Waren zu kopieren und im Internet abzusetzen. Deshalb müssen alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden, das geistige Eigentum zu schützen", so Rechtsanwalt Dr. Fleischer. Dazu gehört natürlich die Eintragung von Markenrechten und Patentrechen. Aber auch die konsequente Überwachung von Produktpiraterie durch Zoll, Polizei und spezialisierte Rechtsanwälte.

Mehr Informationen zum Schutz vor Produktpiraterie, Plagiaten und Fälschungen unter: http://www.rosepartner.de/rechtsberatung/markenrecht-urheberrecht/produktpiraterie-markenverletzung.html

 

Dr. Bernd Fleischer

Rechtsanwalt

Fachanwalt für Gewerblichen Rechtsschutz

  

ROSE & PARTNER LLP.

Jungfernstieg 40

20354 Hamburg

Tel: 040 / 41437590

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