Urteil des Landgerichts Stuttgart im Abgasskandal

VW Abgasskandal Schadenersatz bei Diesel Fahrverboten
15.11.201858 Mal gelesen
Das Landgericht Stuttgart entschied in einem Urteil im November 2017, dass der Volkswagen-Konzern gegenüber einer Klägerin wegen vorsätzlicher sittenwidriger Schädigung haftet.

Gute Erfolgsaussichten für Kläger im Abgasskandal   

Das Landgericht Stuttgart entschied in einem Urteil im November 2017, dass der Volkswagen-Konzern gegenüber einer Klägerin wegen vorsätzlicher sittenwidriger Schädigung haftet. Hintergrund war, dass der Konzern ein Fahrzeug in den Verkehr brachte, dessen Typengenehmigung durch Täuschung erschlichen worden war. Der Volkswagen-Konzern haftet demzufolge auch gegenüber den Käufern von Gebrauchtwagen. 

 

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Was ist passiert?



Das Landgericht Stuttgart sprach im Abgasskandal ein weiteres Urteil aus, das VW-Kunden begünstigt. Eine Frau klagte über ihren Anwalt auf Schadenersatz im Abgasskandal, da sie einen VW Polo kaufte, in dem ein Motor vom Typ EA 189 verbaut war. Das Landgericht Stuttgart gab ihrer Klage überwiegend statt. Volkswagen habe die Manipulationssoftware ganz bewusst verbaut und die Klägerin damit vorsätzlich sittenwidrig geschädigt. Deshalb habe sie einen Anspruch auf Schadensersatz. Das Fahrzeug verfüge zwar über eine Typengenehmigung, die Zulassung dafür habe jedoch nie erteilt werden dürfen. Es bestand die Gefahr, dass die Zulassung jederzeit widerrufen werden könne. Der Anwalt der Klägerin sah sich in seiner Argumentation bestätigt. Die Klägerin hätte das Auto niemals gekauft, wenn sie von der Abgasmanipulation gewusst hätte. Deshalb sei der Kaufvertrag rückabzuwickeln. 

Folgen des Urteils



Das Urteil im Abgasskandal verdeutlicht, dass Kläger im Abgasskandal gegen Volkswagen sehr gute Erfolgsaussichten haben. Das Landgericht Stuttgart wies darauf hin, dass die Mehrheit der Kammern am Landgericht den Volkswagen-Konzern wegen sittenwidriger Schädigung verurteilen. In einigen Verfahren empfahlen die Richter, vor der Einlegung einer Berufung einen Vergleich zu schließen. Welches Vorgehen im Einzelfall sinnvoll ist, sollten Sie mit einem Anwalt absprechen. Dieser kennt die juristischen Besonderheiten und berät seine Mandanten im VW-Skandal umfassend.

 

 

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