VW Eos: Welche Rechte helfen im Abgasskandal den Cabriokäufern?

VW Eos: Welche Rechte helfen im Abgasskandal den Cabriokäufern?
18.11.2015154 Mal gelesen
Auf welche Rechte können VW Eos-Besitzer zurückgreifen, wenn ihr Cabrio zu den vom Abgasskandal betroffenen Autos gehört? Fachanwälte, die bereits mehrere tausend betroffene Fahrzeugbesitzer vertreten, informieren über wichtige Autobesitzerrechte.

Der VW Eos zählt zu den rund drei Dutzend Fahrzeugmodellen, die mit „optimierten“ EA 189-Dieselmotoren ausgestattet sind. Wenn feststeht, dass das das eigene Cabrio betroffen ist, dann müssen die Fahrzeugbesitzer entscheiden, was sie nun machen. Nicht jeder will sich auf die Rückrufaktion einlassen. Denn zum einen hinterließen die Schlagezeilen der vergangen Wochen und Monate Zweifel, ob der Abgasmakel sich überhaupt ohne weitere Folgen beheben lässt. Zum anderen hält sich der VW Konzern bedeckt, ob die befürchteten Folgeschäden übernommen werden sollen oder nicht.

 

Mängelrechte

Ein zentraler Ansatzpunkt in der Abgasaffäre sind die Käuferrechte wegen Fahrzeugmängeln. Die Gewährleistung eröffnet hier unterschiedliche rechtliche Handlungsmöglichkeiten. Innerhalb der zweijährigen Gewährleistung die Besitzer nicht „nur“ die Reparatur des Mangels verlangen. Kann eine Reparatur nicht wie gefordert – zum Beispiel innerhalb einer bestimmten Frist – umgesetzt werden kann, dann kann unter bestimmten Voraussetzungen auch die Neulieferung eines mangelfreien Autos gefordert werden. Wenn beides fehlschlägt, können die Autokäufer alternativ Schadensersatz, Minderung oder auch die Rückabwicklung des Autokaufs einfordern.

 

Allerdings kommt es bei den Mängelrechten nicht nur darauf an, was die Autobesitzer fordern können. Zum Beispiel hängt die Dauer der Gewährleistung bei Gebrauchtwagenkäufen immer wieder vom Inhalt der Kaufverträge ab. Hier kann eine juristische Überprüfung des Vertrags ergeben, dass den Gebrauchtwagenkäufern längere Fristen als abgedruckt zur Verfügung stehen: Der Bundesgerichtshof kippte im April 2015 ein oft verwendete Vertragsklausel, die die Käuferrechte bei Mängeln auf ein Jahr verkürzte (mehr Informationen zu diesem Urteil befinden sich in der News vom 16.10.2015 auf der Internetseite www.vw-schaden.de).

 

Schadensersatz von VW selbst

Doch nicht jeder Autokäufer kann noch auf die Gewährleistung oder Garantie zurückgreifen. Doch auch dann sind die Autobesitzer nicht rechtelos. Ein vom wissenschaftlichen Dienst des Bundestags erstelltes juristisches Gutachten betont, dass wegen der Manipulation der Dieselmotoren auch Schadensersatzansprüche wegen sittenwidriger Schädigung gegenüber dem VW-Konzern im Raum stehen. Diesen Ansatz verfolgen die Anwälte der Kanzlei Dr. Stoll & Sauer auch bei einer Klage eines Golf GTD-Fahrers gegen den Autobauer VW selbst. Dort hat die Volkswagen AG mitteilen lassen, dass sie sich gegen die Klage verteidigen werde (mehr zu neuesten Sachstand befindet sind in den News vom 11.11.2015 auf der Internetseite www.vw-schaden.de).

 

In der Praxis ist es für die allermeisten betroffenen Autofahrer jedoch nicht einfach, ihre Rechte umzusetzen – nicht nur wegen der ersten Reaktion des VW-Konzerns auf die eingereichte Klage. Wenn Autobesitzer positiv wissen, dass ihr Fahrzeug unter dem Abgasmangel leidet, sollten sie sich rechtliche Unterstützung sichern. Eine kostenlose, anwaltliche Erstberatung klärt, was die Fahrzeugbesitzer im konkreten Fall geltend machen können und ob wichtige Fristen sich ggf. ihrem Ende nähern. In diesen Fällen werden rechtliche Maßnahmen wie etwa Güteverfahren bei staatlich anerkannten Stellen relevant, die das Ablaufen von Fristen zu unterbrechen.

 

Weitere Informationen rund um das Thema Abgasskandal befinden auf der Internetseite www.vw-schaden.de

 

Dr. Stoll & Sauer Rechtsanwaltsgesellschaft mbH

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