S&K: Rückforderung von Ausschüttungen durch Insolvenzverwalter

Aktien Fonds Anlegerschutz
24.11.2016411 Mal gelesen
Nach dem Skandal um die Insolvenz der Immobilienfonds S&K Real Estate Value Added Fondsgesellschaft mbH & Co. KG und Deutsche S&K Sachwerte Nr. 2 GmbH & Co. KG im Jahr 2013 kommen die Anleger einfach nicht zur Ruhe.

Nachdem viele Anleger sich schon mit den hohen Verlusten im Rahmen der Insolvenzen abgefunden hatten, fordert nun der zuständige Insolvenzverwalter Achim Ahrendt Ausschüttungen, die vor der Insolvenz getätigt wurden, von den Anlegern zurück.

 

Geschäftskonzept war ein "Schneeballsystem"

 

In seinem Aufforderungsschreiben erklärt der Insolvenzverwalter, innerhalb der Fondsgesellschaften seien keine Realgewinne erwirtschaftet worden und die Gesellschaften seien damit nicht zur Auszahlung berechtigt gewesen. Der Insolvenzverwalter bezieht sich hierbei unter anderem auf die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft in dem Strafverfahren gegen die Verantwortlichen der involvierten Gesellschaften. Demnach handele es sich bei dem Geschäftskonzept um ein "Schneeballsystem". Die Gewinne wurden demnach fast ausschließlich durch die Begebung neuer Beteiligungen finanziert und nicht, wie versprochen, durch rentable Investitionen an Immobilien. Folglich seien die getätigten Ausschüttungen nach Ansicht des Insolvenzverwalters anfechtbar.

 

Wie sollten Anleger reagieren?

 

Betroffene Anleger sollten auf die Forderung des Insolvenzverwalters nicht einfach zahlen. Vielmehr ist es hilfreich, sich im Vorfeld anwaltlich darüber beraten zu lassen, ob die Gründe für eine Rückforderung der ausgeschütteten Beträge tatsächlich vorliegen. Nur durch eine intensive sachliche Argumentation ist ein Vorgehen gegen diese Rückzahlungsaufforderung erfolgversprechend. Die Anfechtbarkeit von Rechtsgeschäften  hängt vom Vorliegen vieler Voraussetzungen ab, sodass in jedem Einzelfall zu prüfen ist, ob die ausgeschütteten Beträge durch den Insolvenzverwalter zurückgefordert werden können. So hängt beispielsweise die Anfechtbarkeit der Auszahlungen davon ab, wie weit im Vorfeld des Insolvenzantrages diese Geschehen sind. Hierfür gibt es in den einschlägigen Vorschriften der Insolvenzordnung Fristen.


Die Rechtsanwälte Werdermann | von Rüden übernehmen bereits für zahlreiche Verbraucher die Auseinandersetzung mit dem Insolvenzverwalter und beziehen für diese Stellung, mit dem Ziel, dass der Insolvenzverwalter die Rückforderung einstellt.

Auf www.wvr-law.de können sich geschädigte Anleger informieren und über unser Kontaktformular einen kostenlosen Telefontermin zur Ersteinschätzung ihres Falles vereinbaren.