Nordcapital Offshore Fonds 4: Probleme durch gefallenen Ölpreis

Nordcapital Offshore Fonds 4: Probleme durch gefallenen Ölpreis
03.08.2016225 Mal gelesen
Der Ölpreis fällt wieder. Was den Verbraucher freut, bringt andere in wirtschaftliche Nöte. Auch der Schiffsfonds Nordcapital Offshore Fonds 4 ist offenbar vom Preisverfall betroffen.

Daher sollen die Anleger nun rund 2,4 Millionen Euro in Form von fest verzinsten Darlehen nachschießen. Alternative dazu könnte ein Notverkauf der beiden Fondsschiffe sein, der aber voraussichtlich zu erheblichen Verlusten führen würde.

Nordcapital hatte den Offshore Fonds 4 erst 2009 aufgelegt und rund 47,6 Millionen Euro Eigenkapital eingesammelt. Die Anleger konnten sich mit einer Mindestsumme von 15.000 Euro beteiligen. Die Fondsgesellschaft investierte in die beiden Plattformversorgungsschiffe MS E.R. Athina und MS E.R. Georgina. Der Verfall des Ölpreises hat allerdings zu einer sinkenden Nachfrage nach Plattformversorgungsschiffen und sinkenden Charterraten geführt. Das bringt die Fondsgesellschaft nun offenbar in große wirtschaftliche Schwierigkeiten.

Um die Liquidität zu sichern wurde bereits ein Konzept mit der finanzierenden Bank und der Reederei erstellt. So ist die Bank offenbar zu einer befristeten Stundung der Tilgungsraten bereit. Allerdings sollen die Anleger auch ihren Teil zur Rettung des Schiffsfonds beitragen und Darlehen in Höhe von insgesamt 2,4 Millionen Euro gewähren, die mit 6 Prozent p.a. fest verzinst sind. Sollte nach dem Verkauf der Schiffe und Tilgung der Verbindlichkeiten noch etwas übrigbleiben, könnten die Anleger auch auf eine Bonusverzinsung hoffen.

„Für die Anleger ist die Situation schwierig und angesichts des schwierigen Marktumfelds müssen sie wohl mit Verlusten rechnen. Um das zu vermeiden, können sie ihre rechtlichen Möglichkeiten prüfen lassen“, sagt Rechtsanwalt Christof Bernhardt von der Kanzlei Cäsar-Preller in Wiesbaden. Dazu gehört auch die Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen.

Ansatzpunkt dafür kann eine fehlerhafte Anlageberatung sein. Rechtsanwalt Bernhardt: „Obwohl sich die Handelsschifffahrt schon seit Jahren in einer schweren Krise befindet, wurden Beteiligungen an Schiffsfonds in den Anlageberatungsgesprächen häufig als sichere Geldanlage dargestellt. Dabei handelt es sich in aller Regel um hoch spekulative Anlagen mit einem Totalverlust-Risiko für die Anleger. Im Rahmen einer ordnungsgemäßen Anlageberatung hätten die Anleger auch über die Risiken umfassend aufgeklärt werden müssen. Wurden die Risiken verschwiegen oder nur unzureichend erläutert, kann Schadensersatz geltend gemacht werden.“

Außerdem hätten die vermittelnden Banken auch ihre teilweisen hohen Provisionen nicht verschweigen dürfen. Nach der Rechtsprechung des BGH dürfen diese sog. Kick-Backs nicht verschwiegen werden.

Die Kanzlei Cäsar-Preller vertritt bundesweit geschädigte Anleger.

 

Mehr Informationen: www.schiffsfonds-anteile.de

 

Kanzleiprofil:

Seit nunmehr 20 Jahren betreuen wir unsere Mandanten bundesweit in fast allen Rechtsgebieten, wobei wir großen Wert auf den persönlichen Kontakt legen. Nur durch den intensiven Austausch mit dem Mandanten, kann ein ergebnisorientiertes Arbeiten stattfinden. Dies ermöglicht die Größe der Kanzlei, die einen umfassenden Service bei gleichzeitiger individueller Betreuung sicherstellt.

Und zwar nicht nur in Wiesbaden, sondern darüber hinaus auch in unseren Sprechstundenorten: Berlin, Hamburg, Köln, Stuttgart, München, Bad Harzburg, Puerto de la Cruz (Teneriffa) und Lugano (Schweiz).

 

Rechtsanwalt Christof Bernhardt

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