German Pellets: Für die Anleger bleibt kaum etwas übrig

German Pellets: Für die Anleger bleibt kaum etwas übrig
07.07.2016410 Mal gelesen
Für die Anleger der German Pellets GmbH bleibt im Insolvenzverfahren kaum etwas übrig. Lediglich 4,4 Millionen Euro stehen als frei verfügbare Insolvenzmasse zur Verfügung.

GRP Rainer Rechtsanwälte Steuerberater, Köln, Berlin, Bonn, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, München und Stuttgart führen aus: Die Zahlen, die die Insolvenzverwalterin bei der ersten Gläubigerversammlung der Anleihe-Anleger der insolventen German Pellets GmbH präsentierte, sind ernüchternd. Rund 270 Millionen Euro haben die Anleger über Anleihen und Genussrechte in das Pleite-Unternehmen investiert. Das Geld dürfte größtenteils verbrannt sein. Nach Angaben der Insolvenzverwalterin belaufen sich die Schulden des Unternehmens auf rund 480 Millionen Euro. Als frei verfügbare Insolvenzmasse stehen auch nach dem Verkauf mehrerer Werke demnach nur noch 4,4 Millionen Euro zur Verfügung. Ein großer Teil der Anlegergelder ist auch als Darlehen in die Werke in den USA geflossen. Ob von diesem Geld noch etwas zurückzuholen ist – ungewiss.

Für die Anleger bahnt sich nahezu der Totalverlust ihres investierten Geldes an. Ihre Quote im Insolvenzverfahren wird mit großer Wahrscheinlichkeit sehr gering ausfallen. Selbst optimistische Schätzungen gehen von kaum mehr als zehn Prozent aus. Es kann aber auch noch weniger sein. Für die geschädigten Anleger ist das Insolvenzverfahren aber nicht die einzige Möglichkeit, etwas von dem investierten Geld zurückzuholen. Sie haben auch die Möglichkeit, Ansprüche auf Schadensersatz geltend zu machen. Dazu können sie sich an einen im Bank- und Kapitalmarkt versierten Rechtsanwalt wenden.

Nach den weiteren Ausführungen der Insolvenzverwalterin könnte German Pellets die Umsatzzahlen auch künstlich aufgebläht haben. Unter diesem Gesichtspunkt sind auch die Angaben in den Emissionsprospekten genau zu prüfen. Falsche, unvollständige oder irreführende Angaben in den Prospekten können den Anspruch auf Schadensersatz auslösen.

Schadensersatzansprüche können sich ggf. auch gegen die Vermittler bzw. Anlageberater richten. Sie hätten im Zuge einer ordnungsgemäßen Anlageberatung die Anleger auch umfassend über die Risiken der Geldanlage aufklären müssen. Erfahrungsgemäß wurden Risiken aber oft verschwiegen oder nur am Rande erwähnt.

http://www.grprainer.com/rechtsberatung/kapitalmarktrecht/faelle/german-pellets-gmbh.html