Insolvenz: Magellan Maritime Services GmbH Vertrag widerufen

Insolvenz: Magellan Maritime Services GmbH Vertrag widerufen
06.06.2016241 Mal gelesen
Die Magellan Maritime Services GmbH mit Sitz in Hamburg hat einen Insolvenzantrag gestellt - Fachanwalt Ralf Buerger aus Hagen informiert jetzt über Mölglichkeiten für geschädigte Anleger,

Die Anleger der Magellan Maritime Services GmbH sollten nach der Insolvenz des Graumarktanbieters schnell reagieren. Der Hagener Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Ralf Buerger empfiehlt Anlegern, den Kaufvertrag zu widerrufen und damit den Containerkauf rückabwickeln zu können. Buerger: „Dadurch ist zwar kurzfristig wenig erreicht, aber durch diese Maßnahme haben Anleger zumindest die Chance in der Insolvenztabelle berücksichtigt werden zu können.“ Dagegen spricht die vage Hoffnung, des Magellan-Managements, die Geschäfte in der Insolvenz weiter abwickeln zu können. Auch die Option, die Container in Eigentegie zu verkaufen oder zu vermarkten dürfe den Großteil der anleger überfordern.

Durch die Insolvenz werden sich die Vermarktungschancen der von den Anlegern gekauften Container aber wohl nicht entscheidend verbessern. Es sind im Containergeschäft weiter hohe Einnahmeausfälle zu erwarten an einer Rückgabe des Containers nach fünf Jahren Laufzeit ist durch die Insolvenz kaum mehr  zu denken.

Magellan Maritime Services GmbH Vertrag widerufen

Durch den Widerruf des Vertrages auf Basis fehlerhafter Widerrufsbelehrungen ergibt sich eine neue Forderung an die insolvente GmbH, die der Insolvenzverwalter in der Insolvenztabelle zu berücksichtigen hat. Buerger: „Dadurch wahren Anleger eine minimale Chance, zumindest im Rahmen der Insolvenz von der Verteilung der liquiden Mittel der Magellan Maritime Services GmbH profitieren zu können.

Buerger hält Widerrufe für durchsetzbar, da nach einer ausführlichen Prüfung der Vertragsunterlagen Fehler in der Widerrufsbelehrung offensichtlich wurden. Die Widerrufsbelehrungen scheinen für online Verkäufe nicht geeignet zu sein. Weiter ist zu prüfen, ob die Vermittler der Anlage nicht zur Rechenschaft gezogen werden können. Rechtsanwalt Buerger hält für seine Mandanten alle Optionen offen: „Es gilt das Totalverlust Risiko abzufedern und zumindest einen Teil des Einsatz zu sichern.“ 

Container-Direktinvestments: Hier mehr erfahren über den Widerruf des Vertrages mit der Magellan Maritime Services GmbH