Rena Lange Holding: Insolvenzantrag gestellt – Möglichkeiten der Anleger

Rena Lange Holding: Insolvenzantrag gestellt – Möglichkeiten der Anleger
19.09.2014396 Mal gelesen
Erneut droht eine Mittelstandsanleihe auszufallen. Der Modehersteller Rena Lange stellte vor wenigen Tagen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung für die Rena Lange Holding GmbH. Auch für die Tochtergesellschaft M. Lange & Co. GmbH wurde Insolvenzantrag gestellt.

Betroffen vom Insolvenzantrag der Rena Lange Holding sind auch die Zeichner der Unternehmensanleihe (WKN: A1ZAEM / ISIN DE000A1ZAEM0), die Rena Lange erst 2013 platziert hatte. Die Anleihe hat eine Laufzeit bis 2017 und ist mit 8 Prozent p.a. verzinst. Ursprünglich sollte das Emissionsvolumen 10 Millionen Euro betragen. Tatsächlich wurden aber nur rund 5,4 Millionen Euro bei den Anlegern eingesammelt.

Das Unternehmen teilte mit, dass das Insolvenzverfahren über die Rena Lange Holding in Eigenverwaltung geführt werden soll. In Kürze solle ein Sachwalter bzw. Insolvenzverwalter bestellt werden, um die Fortführung des operativen Geschäfts zu gewährleisten. Weitere Informationen zum Fortgang hat das Unternehmen noch nicht mitgeteilt.

Rechtsanwalt Thomas Diler, Experte für Mittelstandsanleihen bei der Bremer Anlegerkanzlei Sommerberg LLP: „Sollte ein Sanierungskonzept für die Rena Lange Holding erstellt werden, müssen die Anleihe-Gläubiger aber davon ausgehen, dass sie ihren Teil zur Sanierung beitragen sollen. Es wäre nicht erstaunlich, wenn sie zur Stundung oder Kürzung der Zinsen, einer Laufzeitverlängerung oder ähnlichem aufgefordert werden.“ Allerdings zeige auch die Erfahrung, dass durch derartige Maßnahmen, der mittel- oder langfristige Erhalt eines Unternehmens nicht automatisch gesichert sei. „Gerade im Segment der Mittelstandsanleihen gab es in der jüngeren Vergangenheit häufiger Ausfälle. Daher sollten sich die Anleger rechtzeitig anwaltlichen Rat holen, um mögliche finanzielle Verluste abzuwenden“, so Rechtsanwalt Diler. In Betracht kämen beispielsweise auch Schadensersatzforderungen wegen einer fehlerhaften Anlageberatung oder Prospektfehlern.

Mehr Informationen: http://www.sommerberg-llp.de/

 

Die Bremer Anlegerkanzlei Sommerberg LLP vertritt Kapitalanleger deutschlandweit in Schadensersatzverfahren. Ihr Ansprechpartner für Unternehmensanleihen:

 

Rechtsanwalt Thomas Diler,

Telefon: 0421 3016790, [email protected]