PROKON – Forderungsanmeldung ist Eintrittskarte für das weitere Insolvenzverfahren

PROKON – Forderungsanmeldung ist Eintrittskarte für das weitere Insolvenzverfahren
10.07.2014745 Mal gelesen
Die heiß umkämpfte Gläubigerveranstaltung der PROKON Regenerative Energien GmbH findet in wenigen Tage statt - doch über diesen Termin hinaus gibt es noch mehr, das die Genussrechte-Inhaber im Auge behalten sollten: die Anmeldung ihrer Forderungen.

Der zukünftige Kurs des Insolvenzverfahrens der PROKON Regenerative Energien GmbH sorgt für Kontroversen. Dass die Vorstellungen, wie es bei dem insolventen Unternehmen weitergehen soll, sehr unterschiedlich sind, zeigt sich im Vorfeld der Gläubigerversammlung deutlich. Dennoch es gibt neben der anstehenden Gläubigerversammlung und den sie begleitenden Meinungsverschiedenheiten noch mehr, das die Aufmerksamkeit der Genussrechte-Inhaber erfordert. Die Formulare zur Anmeldung der Forderungen werden die Anleger demnächst erreichen. Da die Forderungsanmeldung die „Eintrittskarte“ für das weitere Insolvenzverfahren ist, sollten sie für die Genussrechte-Inhaber genauso wichtig sein wie die Gläubigerversammlung.

 

Nachdem die Genussrecht-Inhaber die Formulare erhalten haben, kann sich für jene Anleger, die sich noch mit einem Insolvenzverfahren befassen mussten, die Frage stellen, wie sie ihre Forderungen konkret anmelden müssen. Hierbei sollten die Inhaber von PROKON Genussrechten wissen, dass eine fristgerechte Anmeldung bis zum 15.09.2014 ausreichend, aber auch notwendig ist. Im Rahmen eines Insolvenzverfahrens soll es zu keinem „Wettrennen“ zwischen gleich zu behandelnden Gläubigern kommen – daher ist bei Forderungsanmeldung eine schnellstmögliche Anmeldung nicht ausschlaggebend.

 

Sämtliche Forderungen der Genussrechte-Inhaber müssen rechtzeitig angemeldet werden, damit sie Teil des Insolvenzverfahrens werden

 

Es müssen auch nicht nur Forderungen aus gekündigten Genussrechten angemeldet werden, sondern sämtliche Forderungen der Genussrechte-Inhaber – wie zum Beispiel ungekündigte oder „eigentlich“ noch nicht fällige Genussrechte. Denn das Gesetz bestimmt, dass in einem Insolvenzverfahren sämtliche Forderungen eines Unternehmens fällig werden. Weiterhin sollten die Genussrechte-Inhaber bedenken, dass die Begründung mit der sie ihre Forderungen anmelden im weiteren Insolvenzverfahren noch von Bedeutung sein kann. Wie die im Vorfeld der Gläubigerversammlung ausgetragene Auseinandersetzung zwischen dem Insolvenzverwalter und dem PROKON-Gründer Rodbertus zeigt, steht der genaue Ablauf des Insolvenzverfahrens noch nicht fest. Daher kann es ggf. in Zukunft auf die genaue Begründung ankommen, mit welcher die Genussrechte-Inhaber ihre Forderungen anmelden. Daher sollte die Forderungsanmeldung nicht vernachlässigt werden.

 

Die Genussrechte-Inhaber müssen sich zum Beginn des PROKON-Insolvenzverfahrens mit zwei wichtigen und verfahrensformenden Verfahrensschritten befassen – der Gläubigerversammlung und der Forderungsanmeldung. Wenn sich Inhaber von PROKON Genussrechten hierbei Unterstützung wünschen, dann sollten sich an Fachanwälte wenden, die über spezielles Wissen im Insolvenz- und Kapitalmarktrecht verfügen. Die Anwälte der PROKON Schutzgemeinschaft der Kanzlei Dr. Stoll & Kollegen Rechtsanwaltsgesellschaft mbH können dies bieten: Ralph Sauer ist Fachanwalt für Handels- und Gesellschaftsrecht und selbst als Insolvenzverwalter tätig. Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Dr. Ralf Stoll betreut mit seinem Team die kapitalmarktrechtlichen Fragestellungen rund um die PROKON-Genussrechte.

 

Weitere Informationen rund um den Fall PROKON befinden sich der Homepage der Schutzgemeinschaft der Kanzlei Dr. Stoll & Kollegen auf www.prokon-schutzgemeinschaft.de.

 

Stoll & Kollegen Rechtsanwaltsgesellschaft mbH

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