Schadensersatz für Anleger der Commerzbank Capital Fdg Tr. III

12.03.2013614 Mal gelesen
Anlegern der Anleihe CK 4578 – wie auch vergleichbarer Anleihen – stehen Schadensersatzansprüche wegen Falschberatung zu. Seit Jahren hat die Commerzbank, wie auch andere Banken, Unternehmensanleihen in Form so genannter Hybridanleihen, auch als Tier 1, 2 oder 3-Anleihen bezeichnet, insbesondere auch an Endverbraucher bzw. private Anleger verkauft. Diesen gegenüber wurde diese Form der Kapitalanlage zumeist als völlig risikolose und bspw. für die Altersvorsorge geeignetes Produkt, häufig sogar als Alternative zum Festgeldkonto angepriesen.

So hat die Commerzbank seit 2006 u.a. die Hybridanleihe CK 4578 (Commerzbank Capital Fdg Tr. III) an zumeist ältere Kunden zur Absicherung ihrer Altersvorsorge verkauft. Bei dieser Hybridanleihe handelt es sich um eine von der Commerzbank ausgegebene nachrangige Schuldverschreibung, die nicht nur einen festen, sondern auch einen variablen Zinssatz beinhaltet. Das Geld der Anleger wird als Eigenkapital der Commerzbank behandelt, da es nur einseitig von der Commerzbank gekündigt werden kann und zudem über einen meist endlos langen Zeitraum läuft. Schon seit einigen Jahren ist der Kurs der Hybridanleihe CK 4578 aber ins Bodenlose gefallen. Die Hybridanleihe CK 4578 hat seit ihrer Ausgabe mehr als 60 % an Wert verloren und bei einem Verkauf über die Börse erhält man je nach Kurs lediglich zwischen 30 % und 40 % seines eingesetzten Kapitals zurück. Statt einer finanziellen Absicherung droht den betroffenen Anlegern somit der Verlust eines großen Teils ihres eingesetzten Kapitals.

Vielen, vor allem auch den älteren Anlegern, waren die Risiken einer solchen Kapitalanlage nicht erklärt worden. Ein großes Risiko ergibt sich für Anleger schon durch die endlose Laufzeit und die nur einseitige Kündigungsmöglichkeit durch die Commerzbank. Zudem wird die Commerzbank die Hybridanleihe CK 4578 nur kündigen, wenn sie über genügend liquide Mittel verfügt, was derzeit nicht einmal ansatzweise absehbar ist. Müssen Anleger bspw. aber kurzfristig an ihr Geld aus der Anleihe kommen, so ist dies nur durch einen Verkauf an der Börse möglich, d.h. mit Verlusten von 60 % bis 70 %. Überdies existiert auch ein Totalverlustrisiko der Einlage, was den Anlegern völlig verschwiegen wurde. Vor diesem Hintergrund ist daher zwischenzeitlich eine Vielzahl von Klagen wegen der Anleihe CK4578 gegen die Commerzbank anhängig.

Sollte Ihnen eine so genannte Hybridanleihe mit Endlos-Laufzeit und fester oder variabler Verzinsung als eine geeignete und sichere Möglichkeit dargestellt worden sein, Erträge zu erzielen, ohne dass Ihnen die Risiken erläutert wurden, stehen Ihnen ggf. Schadensersatzansprüche zu. Dies wäre dann der Fall, wenn Sie nicht über die Funktion und die Risiken einer solchen Anleihe aufgeklärt worden sind und Ihnen auch keine entsprechend aussagekräftigen Unterlagen vorgelegt wurden. Dies gilt bspw. auch für folgende Tier-Anleihen:

Commerzbank Capital Fdg Tr. I EO-FLR Tr.Pref.Sec.06(16/Und.)
WKN: A0GPYR ISIN: DE000A0GPYR7
Eurohypo Capital Funding Tr. 1 EO-FLR Tr.Pref.Secs03(13/Und.)
WKN: 542376 ISIN: XS0169058012
Eurohypo Capital Fdg Trust II EO-FLR Tr.Pref.Sec.05(11/Und.)
WKN: A0DZJZ ISIN: DE000A0DZJZ7
DZ BANK Capital Funding Tr. II EO-FLR Tr.Pref.Sec.04(11/Und.)
WKN: A0DCXA ISIN: DE000A0DCXA0

Betroffene Anleger, die ebenfalls solche Anleihen erworben haben, können sich bei uns melden. Wir sind mit der Sache vertraut und führen derzeit mehrere Verfahren gegen verschiedene Banken. Wir prüfen, ob Sie einen Anspruch auf Schadensersatz bzw. Rückabwicklung geltend machen können (volle Kapitalerstattung gegen Rückgabe der Anleihe) und stehen Ihnen für eine erste Einschätzung der Erfolgsaussichten zur Verfügung. Für Rechtsschutzversicherte übernehmen wir die Deckungsanfrage.

hünlein rechtsanwälte – Fachanwälte für Bank- und Kapitalmarktrecht
Eschenheimer Anlage 1 – 60316 Frankfurt am Main – Tel: 069.48007890
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