HCI Schiffsfonds VIII – Wie gut übersteht der Schiffsfonds die Schifffahrtskrise 2012? Hilfe für Anleger von Fachanwalt

HCI Schiffsfonds VIII – Wie gut übersteht der Schiffsfonds die Schifffahrtskrise 2012? Hilfe für Anleger von Fachanwalt
24.03.2012335 Mal gelesen
Der HCI Schiffsfonds VIII muss sich in der Krise der Schifffahrt erneut bewähren. Hilfe für Anleger.von Fachanwalt

Bereits in der Vergangenheit mussten sich die Anleger des HCI Schiffsfonds VIII intensiv mit den Finanzproblemen verschiedener Schiffe auseinandersetzen. Doch jetzt müssen sich die Zielfonds des HCI Schiffsfonds VIII erneut bewähren, kurz nachdem ihre Finanzen im letzten Jahr durch Restrukturierungskonzepte stabilisiert wurden. Die Schiffstransportbranche wird im Jahr 2012 von der zweiten Schifffahrtskrise heimgesucht. Es stellt sich die Frage, ob und wie sich die Schiffe, in die der HCI Schiffsfonds VIII investierte, am Markt für Schiffstransporte behaupten können in dieser neuerlichen Krise.

Der Dachfonds Schiffsfonds VIII wurde im Jahr 2004 vom Hamburger Emissionshaus HCI Capital AG aufgelegt. Ein Dachfonds investiert nicht in konkrete Schiffe, sondern in Zielfonds, welche ihrerseits Schiffe betreiben. Der HCI Schiffsfonds VIII investierte in Schiffsfonds, welche die Frachtschiffe MS Ile de Batz und MS Ile de Molene, den Massengutfrachter MS Lake Ontario, die Containerschiffe MS Maria Sibum, MS Pioneer und MS Pandora und den Produktentanker MT Nordamerika betreiben. Im März 2011 wurde der Massengutfrachter MS Lake Erie verkauft und gehört seitdem nicht mehr zu den Zielfonds des HCI Schiffsfonds VIII.

Sanierungen waren bereits erforderlich

Bereits vor der aktuellen Schifffahrtskrise mussten während der Krisenjahre 2009 und 2010 einige der Zielfonds des HCI Schiffsfonds VIII saniert werden. Im Oktober 2010 mussten die beiden Frachtschiffe MS Ile de Batz und MS Ile de Molene Insolvenz anmelden. Dank eines neuen Chartervertrags und eines Sanierungskonzepts konnten die beiden Schiffe aber gerettet werden. Die MS Lake Erie, die ebenfalls saniert werden musste, wurde im März 2011 im Rahmen eines Finanzierungskonzepts verkauft. Mit den Verkaufserlösen wurde die Restrukturierung der Schiffsfonds MS Maria Sibum, MS Pandora und MS Pioneer finanziert. Auch die Anleger erhielten einen Teil der Gelder, da sie zuvor dem HCI Schiffsfonds VIII Kapital zur Verfügung gestellt hatten.

Trübe Aussichten für das Jahr 2012

Doch diese nicht allzu schlechte Bilanz des Jahres 2011 wird durch die Aussichten für das weitere Jahr 2012 getrübt. Das Emissionshaus HCI Capital AG kündigte bereits im Leistungsbericht 2010 an, dass der Tanker MT Nordamerika für das Jahr 2011 wahrscheinlich keine Ausschüttungen leisten wird, was sich auch auf die Einnahmen des Dachfonds HCI Schiffsfonds VIII auswirken würde. Dessen Ausschüttungen sind bislang den Prognosen nicht gerecht geworden. Für das Jahr 2010 mussten die Anleger auf Ausschüttungen des HCI Schiffsfonds VIII verzichten. Auch insgesamt erhielten die Anleger bislang lediglich ein Viertel ihres investierten Kapitals in Form von Ausschüttungen zurück; dabei sollten sie bereits die Hälfte ihres Geldes zurückerhalten haben laut Prognosen.

Es bleibt abzuwarten, ob und wann der HCI Schiffsfonds VIII wieder erwartungsgemäß ausschütten wird. In der Schifffahrtskrise des Jahres 2012 könnten sich einige Risikofaktoren diesbezüglich negativ auswirken. Die neuen Charterverträge für die MS Ile de Batz und die MS Ile de Molene, die im Rahmen der Sanierung 2010 abgeschlossen wurden, haben nur eine Laufzeit von 2 Jahren. Es muss abgewartet werden, ob für die beiden Schiffe Ende 2012 lukrative Anschlussverträge abgeschlossen werden können. Experten gehen davon aus, dass die Schifffahrtskrise das gesamte Jahr 2012 anhalten wird. Als problematisch könnte sich das allgemein niedrige Niveau der Charterraten erweisen, denn momentan besteht ein Überangebot an Transportkapazitäten während gleichzeitig aufgrund der stagnierenden Weltwirtschaft die Nachfrage nach Schiffstransporten zurückging. Die Folge sind gefallene Preise für Schiffstransporte.

Risikofaktor Yen- und Franken-Kredite

Fremdwährungskredite der Zielfonds können sich in der aktuellen Schifffahrtskrise ebenfalls negativ auswirken. Der Schiffsfonds MS Ile de Molene nahm Kredite in Schweizer Franken auf, der Fonds MT Nordamerika hat Kredite in japanischen Yen und der Schiffsfonds MS Lake Ontario hat sowohl Yen- als auch Franken-Kredite. Als diese Kredite seinerzeit aufgenommen wurden, ermöglichte das Kursgefälle zwischen dem US-Dollar, in welchem das Tagesgeschäft der Schifffahrt abgerechnet wird, und den schwachen Währungen Yen und Franken die Kredite günstig zu tilgen. Da die Kurse des Yen und des Schweizer Franken aber einen ungeahnten Höhenflug erlebten, kehrt sich dieser Effekt ins Gegenteil um. Jetzt führen die Fremdwährungskredite zu Mehrbelastungen, die sich auch auf die Einnahmen des HCI Schiffsfonds VIII auswirken.

Fachanwalt kann Anlegern helfen

Anleger des HCI Schiffsfonds VIII, die nicht einfach abwarten wollen, wie sich der Dachfonds und seine 8 Zielfonds in der Krise weiterentwickeln, können ihre Beteiligung an dem HCI Schiffsfonds VIII durch einen Fachanwalt für Kapitalanlagenrecht überprüfen lassen. So kann geklärt werden, ob die Möglichkeit eines verlustfreien Ausstiegs besteht. Ein Ansatzpunkt für eine solche Prüfung kann die Anlageberatung durch Banken und Anlageberater sein, welche häufig zu wünschen übrig ließ.

Häufig versäumten Banken und Anlageberater, die Anleger über den unternehmerischen Charakter und die Risiken eines Dachschiffsfonds aufzuklären. Daher war vielen Anlegern nicht bewusst, dass den Zielschiffsfonds wie jedem Unternehmen das Risiko der Insolvenz innewohnt und dass deshalb auf Ebene des Dachschiffsfonds das Risiko eines Totalverlusts besteht. Ein solches Risiko ist aber nicht mit dem Konzept einer sicheren Geldanlage oder gar einer Altersvorsorge zu vereinbaren. Weiterhin versäumten Banken und Anlageberater oft, die Anleger über Vermittlungsprovisionen aufzuklären. Der Prospekt, in dem der HCI Schiffsfonds VIII dargestellt und beschrieben wird, muss ebenfalls gewisse Mindeststandard erfüllen, insbesondere hinsichtlich der Vertriebskosten. Bei der erfolgreichen Vermittlung von (Dach)Schiffsfondsbeteiligungen kassierten Banken und Anlageberater oft üppige Provisionen (kick backs).

Im Fall einer Falschberatung stehen die Chancen der Anleger des HCI Schiffsfonds VIII, dass sie sich von ihrer Kapitalanlage trennen können und Schadensersatz von Banken oder Anlageberatern fordern können, gut. Anleger des HCI Schiffsfonds VIII, die die weitere, ungewisse Entwicklung des Dachschiffsfonds nicht abwarten wollen und/oder das Gefühl haben, dass sie seinerzeit falsch beraten wurden, sollten daher – auch angesichts der aktuellen Schifffahrtskrise und der ungewissen Perspektive einiger Zielfonds – nicht zögern, sich an einen Fachanwalt für Kapitalanlagenrecht zu wenden.

Weitere Informationen unter:

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