Beluga Pleite und ihre Auswirkungen auf Schiffsfondsanleger (HCI, Nordcapital, Ownership, Oltmann-Gruppe, Elbe Emissionshaus)

17.04.20111505 Mal gelesen
Manager Magazin berichtet nichts Gutes über die Beluga Insolvenz und die Folgen für Schiffsfonds. Anleger sollten nun handeln und nicht darauf vertrauen, dass ein Insolvenzverwalter alles wieder in die richtigen Bahnen lenkt.

Die einstmalige Bremer Vorzeigereederei Beluga ist insolvent. Diese Insolvenz betrifft zum größten Teil auch Schiffsfondsanleger, deren Schiffsfonds Schwergutfrachter an die Beluga Reederei verchartert hatten oder deren Frachter von Beluga bereedert wurden. Betroffen sind vor allem Schiffsfonds der Emissionshäuser HCI Capital, Ownership, Oltmann-Gruppe, Elbe Emissionshaus und Nordkontor. Nach Expertenangaben hatten insgesamt 95 Frachtschiffe Verträge mit der Beluga-Gruppe, 60 davon wurden von deutschen Fondsgesellschaften finanziert, wie das Manager Magazin am 15.04.2011 berichtete.

Die HCI Capital hatte 20 Schiffe von insgesamt 17 Schiffsfonds an Beluga verchartert, bei der Oltmann-Gruppe spricht man von 4 Schiffsfonds, die betroffen sind. Von den 5 Emissionshäusern HCI Capital, Ownership, Oltmann-Gruppe, Elbe Emissionshaus und Nordkontor haben mehr als 30 Schiffsfonds nun Verluste durch die Pleite der Beluga-Reederei zu verzeichnen, da die Chartereinnahmen nicht mehr flossen. Zwar reagierte die HCI Capital schnell und kündigte ihre Verträge mit Beluga schon einige Tage vor deren Pleite fristlos, sodass diese Schiffe nicht in die Insolvenzmasse fielen. Die 20 Schiffe werden nun von der Hammonia Reederei bereedert und konnten somit schnell ein neues Beschäftigungsverhältnis eingehen. Allerdings wurden diese neuen Verträge zu schlechteren Bedingungen abgeschlossen als noch mit der Bremer Beluga Reederei vereinbart war.

Auch bei Ownership sieht es ähnlich aus: 11 Schiffe sind bei Ownership von der Insolvenz der Beluga betroffen, wobei aber lediglich 2 auch an Beluga verchartert wurden und somit in neue Beschäftigungsverhältnisse überführt werden mussten. Die anderen 9 Schiffe wurden von Beluga nur bereedert. Für die zwei betroffenen Schiffe von Ownership konnte relativ schnell ein neues Beschäftigungsverhältnis gefunden werde, allerdings auch hier zu deutlich schlechteren Konditionen.

Über zukünftige Ausschüttungen für die Anleger der Schiffsfonds der HCI Capital, Ownership, Oltmann-Gruppe, Elbe Emissionshaus und Nordkontor kann bisher noch nichts gesagt werden, doch besteht ein großes Risiko, dass diese vorerst – vielleicht auch für die restliche Laufzeit der Schiffsfonds – nicht anfallen werden. Zudem wurden durch das Ausbleiben der Charterraten und durch die geringeren neuen Charterraten schon erhebliche Verluste für die Schiffsfonds der HCI Capital, Ownership, Oltmann-Gruppe, Elbe Emissionshaus und Nordkontor eingefahren. Anleger, die also ihr Kapital in die Schiffsfonds der HCI Capital, Ownership, Oltmann-Gruppe, Elbe Emissionshaus und Nordkontor investiert haben, sollten handeln und ihre Schadensersatzansprüche gegen die beratenden Banken von einem im Kapitalanlagerecht tätigen Rechtsanwalt überprüfen lassen.

Den Anlegern der Schiffsfonds der HCI Capital, Ownership, Oltmann-Gruppe, Elbe Emissionshaus und Nordkontor drohen durch die Einbußen ihrer Fonds im schlimmsten Fall Verluste bis zur Hälfte ihres eingesetzten Kapitals. Diese können aber vermieden werden, wenn dem Anleger Schadensersatzansprüche aus fehlerhafter Anlageberatung zustehen. Diese entstehen vor allem, wenn sie von den Banken nicht ordnungsgemäß über die Risiken solcher Schiffsfonds der HCI Capital, Ownership, Oltmann-Gruppe, Elbe Emissionshaus und Nordkontor aufgeklärt wurden, z.B. auch ein Totalverlustrisiko völlig verschwiegen wurde. Weiterhin stellt es eine Beratungspflichtverletzung dar, wenn Banken den Anlegern der HCI Capital, Ownership, Oltmann-Gruppe, Elbe Emissionshaus und Nordkontor sogenannte Kick-Backs, also Provisionen zwischen Bank und Emissionshaus, verschwiegen haben.