Conti Saphir, Selenit und Nordcapital Bulkerflotte 1 Schiffsfonds, Reederei Korea Line: Anleger sollten handeln

07.04.2011596 Mal gelesen
Anlegern der Conti Saphir, Selenit und Nordcapital Bulkerflotte 1 Schiffsfonds empfehlen Rechtsanwälte Dr. Stoll & Kollegen Schadensersatz geltend zu machen.

Eine Krise neuen Ausmaßes trifft die Frachtschiffbranche: der Reederei-Riese Korea Line, der zweitgrößte südkoreanische Betreiber von Massengutfrachtern (Bulker), ist zahlungsunfähig und nach Medienberichten zufolge belaufen sich die Schulden auf ca. 1,48 Mrd. Euro. Dies trifft aber nicht nur das Unternehmen der Korea Line selbst, sondern auch einige deutsche Schiffsfonds, deren Frachter an die Korea Line verchartert wurden. Denn, nimmt das Gericht in Seoul das Insolvenzverfahren an, so müsste die Korea Line ihre Schulden gegenüber den Gläubigern nicht mehr begleichen, dies bedeutet, dass sie auch ihre Charterraten nicht mehr bezahlen müsste. Dies würde aber dazu führen, dass die Schiffsfonds ihre Bankkredite nicht mehr tilgen könnten, da ihnen die Einnahmen aus den Charterverträgen fehlen würden und im schlimmsten Fall würden die Anleger ihr eingesetztes Kapital ganz verlieren.

Namentlich von diesen Ereignissen betroffen sind die Emissionshäuser Conti und Nordcapital. Nordcapital hatte 2008 seinen geschlossenen Schiffsfonds Bulkerflotte 1 aufgelegt, der ein Investitionsvolumen von 500 Mio. Dollar besitzt. Der Fonds von Nordcapital Bulkerflotte 1 vercharterte gleich sieben seiner neun Schiffe an Korea Line. Conti hingegen hat zwei Bulker an die Korea Line verchartert. Anleger investierten mehrere Mio. Euro in den Schiffsfonds Conti Saphir und mehrere Mio. Euro in den Conti Selenit.

Anleger, die in die Fonds der Emissionshäuser Nordcapital und Conti investiert haben, sollten ihre Schadensersatzansprüche von einem im Kapitalanlagerecht tätigen Rechtsanwalt überprüfen lassen. Wurden Anleger von den Anlageberatern falsch oder nur unzureichend über die Risiken eines Schiffsfonds aufgeklärt, vor allem dem Risiko eines Totalverlusts der Einlage, dann können gegen diese Schadensersatzansprüche bestehen. Eine andere Möglichkeit der Entstehung solcher Ansprüche ist, wenn zwischen den Beratern und den Emissionshäusern eine Provision geflossen ist, sogenannte kick-backs, die dem Anleger verschwiegen wurde. Anleger der Fonds Bulkerflotte 1 von Nordcapital und Conti Saphir und Conti Selenit sollten allerdings eine mögliche Verjährung ihrer Ansprüche beachten, da bei Eintritt der Verjährung die Ansprüche gegen die Anlagevermittler nicht mehr durchgesetzt werden können.

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http://www.dr-stoll-kollegen.de/Nordcapital-Conti-Schiffsfonds