WGF Insolvenz - Kritik an Forderung nach Eigenverwaltung

WGF Insolvenz - Kritik an Forderung nach Eigenverwaltung
13.12.2012444 Mal gelesen
WGF AG stellt Antrag auf Eigeninsolvenz. Hunderte Mio. € Anlegergelder stehen auf dem Spiel! Achtung: Es droht Verjährung! Dr. Späth Rechtsanwälte fordern (vorläufigen) Insolvenzverwalter!

Die WGF AG hat vor dem Amtsgericht Düsseldorf Antrag auf Eigeninsolvenz gestellt. Damit sind mehrere hundert Millionen an Anlegergeldern gefährdet, die in Form von Anleihen bei der WGF AG investiert wurden.

Die WGF AG hatte eigenen Angaben zufolge ihren Jahresabschluss 2011 mit einem Bilanzverlust in Höhe von ca. 71,3 Mio. € vorgelegt! Für Rechtsanwalt und Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Dr. Walter Späth von der Kanzlei Dr. Späth Rechtsanwälte ist die Insolvenz der WGF AG „ein Schlag ins Gesicht für viele Anleger“ so Dr. Späth, „vor allem, weil am 14. Dezember auch eine weitere Anleihe WGFH06 mit einem Emissionsvolumen in Höhe von 100 Mio. € zur Rückzahlung fällig werden sollte.“

Insgesamt dürfte sich das Emissionsvolumen bei der WGF AG auf ca. 380 Mio. - 450 Mio. Euro belaufen, eventuell wurde aber ein Teil der Anleihen bereits zurück bezahlt.

Rechtsanwalt Dr. Späth empfiehlt „auf jeden Fall, die Forderungen zur Insolvenztabelle anzumelden, da davon auszugehen ist, dass durch die grundbuchliche Absicherung mit einer Insolvenzquote zu rechnen sein dürfte. Wie hoch die grundbuchliche Absícherung letztendlich wirklich wert ist und die Insolvenzquote letztendlich wirklich ausfällt, bleibt jedoch abzuwarten.“

Anleger sollten nach Ansicht von Dr. Späth Rechtsanwälten auch die Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen prüfen. „Wir prüfen bereits Ansprüche aus Prospekthaftung im engeren Sinne gegen alle in Betracht kommenden Verantwortlichen wie Vorstand, Aufsichtsrat, Wirtschaftsprüfer, Treuhänder, Hintermänner, die WGF-Anleihen wurden den Anlegern teilweise als sichere Anlage, teilweise sogar als „mündelsicher“ empfohlen. 

Allerdings sollten Anleger beachten, dass Prospekthaftungsansprüche im engeren Sinne schnell verjähren, nämlich 3 Jahre ab der ersten Veröffentlichung des Verkaufsprospektes und 1 Jahr kenntnisabhängig. Unter Umständen könnten daher diverse Ansprüche bereits, was immer im Einzelfall geprüft werden muss, in den nächsten Wochen verjähren.“

Auch fordern Dr. Späth Rechtsanwälte eine lückenlose Aufklärung um die Vorgänge bei der WGF AG. „Wir wehren uns daher ausdrücklich gegen die von der WGF AG beantragte Insolvenz in Eigenverwaltung, bei der kein Insolvenzverwalter die Sanierung übernimmt. Wir fordern stattdessen die Einsetzung eines vorläufigen Insolvenzverwalters, um die Vorgänge bei um die WGF AG lückenlos aufzuklären. Auch fordern wir zumindest die Einrichtung eines Gläubigerausschusses, um die Gläubigerrechte ausreichend zu wahren,“ so Dr. Walter Späth.

Die Kanzlei Dr. Späth Rechtsanwälte ist bereits seit über 10 Jahren erfolgreich im Bank- und Kapitalmarktrecht tätig und insbesondere mit Schuldverschreibungen, wie im gegenwärtigen Fall, bestens vertraut. Z.B. mit den Anleihen-Fällen Wohnungsbaugesellschaft Leipzig-West, DM Beteiligungen AG, First Real Estate, Global Swiss Capital AG, Solar Millenium, BKN biostrom, DEIKON GmbH, wurden bisher mehrere 1000 Anleger vertreten, die Verluste mit den dortigen Anleihen erlitten haben, es konnten bereits zahlreiche Erfolge für Anleger erzielt werden, z.B. im Fall First Real Estate rechtskräftige Urteile gegen den Hintermann, Global Swiss Capital AG gegen die jeweiligen Vermittler, etc.