Alt-Darlehen bei der Bausparkasse Mainz durch Fehler in der Widerrufsbelehrung heute noch widerrufbar

Alt-Darlehen bei der Bausparkasse Mainz durch Fehler in der Widerrufsbelehrung heute noch widerrufbar
03.02.2016436 Mal gelesen
Mit Kanzlei Werdermann | von Rüden heute noch Widerruf von Darlehensverträgen mit der Bausparkasse Mainz in Gang setzen.

Alt-Darlehen bei der Bausparkasse Mainz durch Fehler in der Widerrufsbelehrung heute noch widerrufbar

Darlehensnehmer, die einen Kreditvertrag mit der Bausparkasse Mainz geschlossen haben, könnten diese Verträge noch heute widerrufen. Das rührt daher, dass eben die Bausparkasse Mainz über Jahre hinweg Widerrufsbelehrungen in Darlehensverträgen verwendete, die Fehler enthalten. Das aktuell geltende Recht gewährt, den Verbraucher begünstigend, ein sogenanntes „ewiges“ Widerrufsrecht für Verträge, in denen die Widerrufsbelehrungen derartig fehlerhaft sind. Auch vielen Kunden der Bausparkasse Mainz könnte dieses Recht zustehen, in diversen zwischen 2007 und 2012 geschlossenen Darlehensverträgen sind grobe Fehler und Lücken zu finden.

 

Bausparkasse Mainz kann keine Vorfälligkeitsentschädigung verlangen – günstige Umschuldung für Verbraucher

Warum heute noch ein alter Darlehensvertrag, der möglicherweise schon abgewickelt ist, widerrufen werden sollte, ist simpel zu erklären: durch den Widerruf kann viel Geld gespart werden. Bei einem Widerruf steht dem Kreditinstitut nämlich keine Ausgleichsleistung des Darlehensnehmers zu, wie es bei einer Kündigung der Fall wäre. Neben dieser sogenannten Vorfälligkeitsentschädigung, die nicht selten hoch ausfällt, würde der Kunde der Bausparkasse Mainz im Falle des Widerrufs auch die überflüssig hohen Kosten des Altkredits einsparen, indem der alte Darlehensvertrag widerrufen und gegen einen neuen zu besseren Konditionen eingetauscht wird. Ohne großen Aufwand besteht für Kunden der Bausparkasse Mainz die Möglichkeit einer Umschuldung mit beachtlichen Ersparnissen.

 

Fehler in Form und Inhalt: Bausparkasse Mainz verschweigt Darlehensnehmer wichtige Details zum Widerruf

 In den verwendeten Widerrufsbelehrungen der Bausparkasse Mainz sind mehrere Verstöße gegen des gesetzliche Deutlichkeitsgebot aus §355 Abs. 2 Satz 1 BGB a.F. zu finden. Offensichtlich sind Fehler in der optischen Gestaltung, denn die Widerrufsbelehrungen in den Verträgen der Bausparkasse Mainz waren äußerlich nicht hervorgehoben, etwa durch einen deutlichen Rahmen. Die herrschende Meinung in Literatur und die ständige Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs sehen darin einvernehmlich eine Missachtung der gebotenen Deutlichkeit (bspw. BGH Urteil vom 25. April 1996, Az. X ZR 139/94). Dem Verbraucher müsse in nicht zu übersehener Weise eine Abhebung vom übrigen Vertragstext dargestellt werden.

Weiterhin sind auch inhaltlich Unklarheiten zu vermerken: durch ungenaue Formulierungen wurden Kunden der Bausparkasse Mainz nicht im erforderlichen Maße über den exakten Beginn der Widerrufsfrist belehrt. Auch in diesem Fall urteilte der Bundesgerichtshof, dass ein Verstoß gegen das Deutlichkeitsgebot vorliegt, sodass die Widerrufsbelehrungen fehlerhaft sind und der Darlehensvertrag immer noch widerrufbar ist.

 

Keine Schutzwirkung für Bausparkasse Mainz – Widerrufsbelehrungen weichen vom gesetzlichen Muster ab

Die Folgen des Verwendens fehlerhafter Widerrufsbelehrungen muss die Bausparkasse Mainz dazu auch tragen. Da deren Widerrufsbelehrungen an vielen Stellen vom gesetzlichen Muster abwichen, genießt die Bausparkasse Mainz keinen sogenannten Vertrauensschutz des Gesetzgebers, sondern muss sich die Fehler, inhaltlicher wie formaler Natur, voll zurechnen lassen.

 

Andere Kreditinstitute, die ähnlich fehlerhafte Widerrufsbelehrungen verwendeten:

 
  • Commerzbank, 2003 – 2008
  • Deutsche Apotheker- und Ärztebank, 2007 – 2012
  • Sparkassenverlag, 2002 – 2008
  • Dresdner Bank, 2004 – 2008
  • BHW Bausparkasse, 2006
  • Berliner Bank, 2006 - 2009

Gesetzgebungsprozess zur Abschaffung des „ewigen“ Widerrufsfrist im Gange – Kunden der Bausparkasse Mainz müssen jetzt handeln

Seit Kurzem ist ein von der schwarz-roten Bundesregierung ausgehender Gesetzesentwurf auf dem Weg, verabschiedet zu werden. Dieser sieht vor, dass „ewige“ Widerrufsrecht für Verträge mit fehlerhaften Widerrufsbelehrungen abzuschaffen und eine gesetzliche, absolute Widerrufsfrist einzuführen. Aller Voraussicht nach passiert dieser Entwurf Mitte Juni Bundestag und Bundesrat. Dadurch verlieren ab Juni Darlehensnehmer der Bausparkasse Mainz die Möglichkeit, Altverträge zu widerrufen und sich günstig umzuschulden.

 

Mit der Kanzlei Werdermann | von Rüden jetzt Widerruf gegen die Bausparkasse Mainz durchsetzen

Um das „ewige“ Widerrufsrecht, so offensichtlich es auch dem juristischen Laien erscheinen mag, durchzusetzen, ist professioneller Rechtsbeistand unumgänglich. Seit mehreren Jahren ist die Kanzlei Werdermann | von Rüden auf diesem Gebiet bundesweit für ihre Mandanten tätig und setzt deren Rechte durch. Mit einem Team hochqualifizierter Anwälte bietet Werdermann | von Rüden eine umfangreiche und verlässliche Rechtsberatung. Eine erste Beratung nach Prüfung der Vertragsunterlagen auf Widerrufbarkeit ist hierbei ein besonderer und kostenloser Service.

 

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