Rundfunkbeitrag: Weitere gefälschte Rechnungen im Umlauf!

21.03.2014479 Mal gelesen
Wer eine Rechnung im Briefkasten über den Rundfunkbeitrag vorfindet, die angeblich vom ARD ZDF Deutschlandradio Beitragsservice – der früheren GEZ – stammt, sollte vorsichtig sein. Es könnte sich um eine Fälschung handeln, die auf den ersten Blick nicht erkennbar ist.

Bereits vor einem Jahr wurden die Empfänger dieser Schreiben zur Überweisung ihrer Rundfunkbeiträge für April bis Juni 2013 aufgefordert. Dabei wurde der Briefkopf von dem Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio verwendet. Von der äußeren Aufmachung wirken die Rechnungen täuschend echt. Sie stammen jedoch von Betrügern, die darauf eine andere Kontoverbindung aus Berlin angegeben haben. „Vorsorglich“ haben sie einen Überweisungsträger mitgeschickt .

Auffällig an den Schreiben ist, dass sie als Hauswurfsendung An alle Haushalte deklariert sind. Hier der Wortlaut: „Durch die Umstellung der Rundfunkgebühr auf den Rundfunkbeitrag  haben wir zum 01. Januar 2013 das Zahlungs-System und die Konto-Daten geändert. Sie haben eine neue Beitragsnummer zugewiesen bekommen. Bitte zahlen Sie die kommenden Beträge unter Angabe der Beitragskonto-Nr. ….., auf das Konto ….., bei der Landesbank Berlin …. Wir bitten sie daher, die Rundfunkbeiträge für den Zeitraum April 2013 bis Juni 2013 von 53,94 Euro zu überweisen.“ Darauf wiesen unter anderem die Polizei Hessen sowie die Verbraucherzentrale Sachsen hin.

Neue betrügerische Rechnungen über Rundfunkbeitrag

Seit Ende 2013 sind weitere betrügerische Schreiben im Umlauf. Die Empfänger sollen den Rundfunkbeitrag für 2014 in Höhe von 161,82 Euro überweisen. Dabei wird ein falsches Konto angegeben. Darauf weist der Beitragsservice in einer aktuellen Mitteilung auf seiner Webseite hin.

Worauf Verbraucher bei Rundfunkbeitrags-Rechnungen achten sollten

Verbraucher sollten daher aufpassen und eine Rechnung mit dem bereitgestellten Muster vergleichen. Am besten achten Sie darauf, ob alle Ihre Daten korrekt angegeben worden sind und die angegebene Kontoverbindung nicht von der in früheren Schreiben abweicht. Sie werden individuell angeschrieben. Wenn in dem Brief eine angebliche Änderung der Kontoverbindung mitgeteilt wird, sollten Sie misstrauisch sein. Sicherheitshalber können Sie beim ARD ZDF Deutschlandradio Beitragsservice unter der Ihnen bekannten Rufnummer nachfragen. Auch bei E-Mails im Internet die angeblich vom Beitragsservice oder anderen Institutionen wie Ihrer Hausbank oder der Polizei stammen sollten Sie skeptisch sein und nicht einfach auf darin befindliche Mails klicken. Sie könnten sonst etwa das Opfer eines Trojaner-Angriffs oder einer Phishing-Attacke werden.

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