Verbraucherzentrale mahnt zur Vorsicht bei Mobile-Banking über Smartphones

02.02.2012580 Mal gelesen
Die Nutzung eines einzigen Gerätes für Mobile-Banking und den Empfang von TAN über SMS ist grob fahrlässig, warnt die Verbraucherzentrale Sachsen.

Banken sichern sich ab - Kontoinhaber müssen Schaden in vollem Umfang tragen.

Die Verbraucherzentrale Sachsen warnt vor der gleichzeitigen Nutzung eines Smartphones für Mobile-Banking und für den Empfang der Transaktionsnummer (TAN). Keinesfalls sollten iPhone & Co für Online-Überweisungen genutzt werden, wenn auf diesem auch die dafür notwendigen Transaktionsnummern (TAN) per SMS empfangen werden, rät Andrea Heyer, Finanzexpertin der Verbraucherzentrale Sachsen. Bei Missbrauch könne dem Betroffenen ein hoher finanzieller Verlust entstehen.

Würden beide Vorgänge über ein Gerät laufen, ginge man ein hohes Risiko ein, so Heyer weiter. Betrüger hätten nämlich nicht nur bei Verlust die Chance, Transaktionsnummern und Kontodaten ausspähen und zu missbrauchen. Um diese Sicherheitsproblematik wüssten die Banken und Sparkassen. Deshalb hätten sie sich in ihren Geschäftsbedingungen für das Online-Banking abgesichert. So würde es im dortigen Kleingedruckten heißen: "Beim smsTAN-Verfahren darf das Gerät, mit dem die TAN empfangen werden (z.B. Mobiltelefon), nicht für das Online-Banking genutzt werden." Und an späterer Stelle sei weiter zu lesen, dass der Kontoinhaber den durch grobe Verletzung seiner Sorgfaltspflichten entstandenen Schaden in vollem Umfang zu tragen hat.

Jedoch wüssten nur wenige Verbraucher von dieser konkreten Regelung, denn kaum jemand lese gründlich das Kleingedruckte. Ebenso wenig sei bekannt, dass der Verlust des Mobiltelefons dem Kreditinstitut gemeldet werden muss, sofern es auch zum Empfang von SMS-TAN genutzt wurde, heißt es in der Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Sachsen.

Doch auch wer das Internet für die Überweisung und das Mobilfunknetz für den TAN-Versand nutzt, sollte eine weitere kritische Fallkonstellation kennen und meiden. Mitunter verbinden Verbraucher ihr Smartphone mit dem Computer, etwa um Musikdaten zu überspielen. Auf diesem Weg können Schadprogramme eingeschleust werden, die dann wiederum die sensiblen Daten ausspähen. Computerexperten raten deshalb dazu, auch Smartphones mit aktueller Sicherheitssoftware auszustatten.