Werden die Insolvenzen in Hamburg steigen?

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08.03.202118 Mal gelesen
Die Insolvenzen in Hamburg bleiben 2020 niedriger als gedacht. Dies könnte 2021 massiv steigen durch die neue Regelungen.

Was versteht man unter Insolvenz?

Ein Unternehmen geht in die Insolvenz, sobald dieses seinen Zahlungsverpflichtungen gegenüber seinem Gläubiger nicht mehr nachkommen kann. Dann ist das Unternehmen dazu verpflichtet, einen Insolvenzantrag zu stellen. Das Insolvenzgericht prüft diesen und leitet ein Insolvenzverfahren ein. Außerdem wird dem Unternehmen ein Insolvenzverwalter zugeteilt, der sich genauestens mit dem Vermögen des Unternehmens beschäftigt. Nun wird entschieden, ob das Unternehmen saniert wird oder ob das noch vorhandene Vermögen an den Gläubiger ausgezahlt wird.

Was besagen die neuen Regelungen?

Durch Corona ändert sich einiges. Anfang 2020 wurde die Antragspflicht gelockert. Unternehmen die auf Grund von Corona vor der Insolvenz stehen, sind von dieser befreit und können sogar mit Hilfeleistungen des Staates rechnen. 

 

Detaillierte Informationen zu diesem Thema finden sie hier: https://rechtsanwaltkaufmann.de/insolvenzrecht/corona-hilfe-statt-insolvenz

 

Aber wieso sollte die Insolvenzrate wieder steigen?

Am 1. Januar 2021 wurden diese Regelungen wieder eingeschränkt. Es sollen nur noch Unternehmen befreit sein, die vom 1. November bis zum 31. Dezember Corona-Hilfen angefordert haben. Für alle Unternehmen die dies in der Zeit nicht getan haben, gelten die ursprünglichen Gesetze. Soweit es den Unternehmen nicht möglich war, aus rechtlichen oder tatsächlichen Gründen einen Insolvenzantrag vorgegebenen Zeitraum zu stellen, wird die Insolvenzantragspflicht dann ebenfalls ausgesetzt. Allerdings ist dies nicht der Fall, wenn offensichtlich keine Aussicht auf Erlangung der Hilfeleistung besteht oder die erlangbare Hilfeleistung für die Beseitigung der Insolvenz nicht ausreicht.

Experten erwarten durch den anhaltenden Lockdown einen massiven Anstieg.

Aber was können die Unternehmen gegen eine Insolvenz tun?

 

Schuldensanierung kann helfen

Um eine Insolvenz zu umgehen, suchen viele Schuldner Anwälte auf. Dort werden die Schulden erfasst und beordnet. Der Anwalt geht dann auf die Gläubiger zu. Dem Gläubiger wird mitgeteilt, dass der Schuldner gewillt ist, eine Lösung für seine finanzielle Situation zu finden. Es wird unter anderem gebeten, Zwangsvollstreckungsmaßnahmen vorerst ruhen zu lassen, sowie eine Forderungsaufstellung zu übersenden. Sobald der Gläubiger sich auf das Schreiben des Anwalts gemeldet hat, wird mit dem Schuldner beredet, wie er gedenkt die Schulden zu begleichen, z. B. mit einer Ratenzahlung oder Einmalzahlung durch Zuhilfenahme Dritter. Dies wird dem Gläubiger daraufhin übermittelt. Sollte der Gläubiger mit dieser Lösung einverstanden sein, wird dies dem Schuldner mitgeteilt und alles weitere in die Wege geleitet. Wenn sich der Gläubiger jedoch hartnäckig erweist, wird solange mit dem Gläubiger verhandelt, bis sich beide Parteien geeinigt haben.

 

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