Anlagebetrug über Online-Finanzplattform Ezubao

Anlagebetrug über Online-Finanzplattform Ezubao
04.02.2016183 Mal gelesen
Ezubao – Die chinesischen Plattform Ezubao versprach Anlegern zwischen neun und 14,6 Prozent Zinsen. Über 900.000 Anleger haben wohl insgesamt bis zu sieben Milliarden EURO verloren.

21 Mitarbeiter von Ezubao sind nun verhaftet worden. Die Online-Finanzplattform soll bei 95% seiner Finanzierungs- und Leasingprojekte betrogen haben.

Die Ezubao Betrugsangebote

Privatanleger wurden mit hohen Zinsen von 9 bis 14,6 Prozent angelockt. Die Ausschüttungen wurden dann meist über weitere Einzahlungen bezahlt. Diese Ponzi-Schema wird bei vielen Betrugsmaschen benutzt. Viele der auf der Peer-to-Peer Plattform geschilderten Projekte, gab es in Wirklichkeit wohl gar nicht.

Die Online-Unternehmung Ezubao wurde erst 2014 von der Yucheng Gruppe in der ostchinesischen Provinz Anhui gegründet. Im Dezember wurden dann die behördlichen Ermittlungen eingeleitet, da die Ausschüttungen nicht mehr in vollem Umfang geleistet werden konnten.

Die von den Anlegern eingezahlten Beträge wurden teilweise verschoben. Einige Mitgründer und  Initiatoren befinden sich auf der Flucht und haben Beweise vernichtet. Der Yucheng-Geschäftsführer Ding Ning wurde aber festgenommen.

Investitionen flossen für Manager-Gehälter und Privatausgaben

Ein Großteil der Gelder ist wohl in hohe Gehälter und teure Werbung geflossen. Auch der luxuriöse Lebensstil der vermeintlichen Anlagebetrüger soll aus den Einnahmen finanziert worden sein.

Anlagebetrug über das Internet

In vielen Fällen werden Privatanleger über Online-Werbung auf Webseiten geleitet, welche die Existenz von Anlageprodukten oder Unternehmen vorspiegeln. Seit einigen Jahren kommt es auch vermehrt zu Anrufen von Telefon-Betrügern, die von günstigen Investitionsgelegenheiten in Aktien, Anleihen oder Start-Ups schwärmen. Keine der Kapitalanlage-Möglichkeiten ist aber real.

Oft werden sogar Webseiten von Firmen aufwendig gestaltet, deren Name und Geschäftstätigkeit frei erfunden sind. An Dreistigkeit sind diejenigen Anlagebetrüger nicht zu überbieten, die sogar selbst Online-Kurse gegen Anlagebetrug anbieten. Viele Anleger sind dann von der Echtheit der Unternehmung endgültig überzeugt und überweisen weitere Beträge an Konten im Ausland, die von den Betrügern oft bei Banken in China eröffnet werden.

Die Anwaltskanzlei Herfurtner vertritt von Anlagebetrügern geschädigte Privatanleger Anlagebetrügern in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Je eher sich geschädigte Anleger melden, desto größer sind die Chancen über die Ermittlungs- und Vollzugsbehörden in Deutschland und im Ausland an die Gelder einzufrieren und anschließend zurückzuholen.