Eine direkte Folge der publik gewordenen Vorwürfe gegen den VW-Konzern ist ein drastischen Kurssturz in den vergangenen Tagen - die Volkswagen Aktie sackte um rund 20 Prozent in den Keller. Deswegen stehen natürlich die betroffenen Aktionäre im Vordergrund. Doch der Kursverfall betrifft nicht nur Anleger, die Volkswagenaktien in ihren Depots haben. Es gibt auch zahlreiche andere Kapitalanlagen, die auf der VW-Aktie basieren oder von ihr abhängen: Kauf-Optionsschein, Verkaufs-Optionsscheine, Aktienanleihen sowie zahlreiche Zertifikate unterschiedlichster Prägung.
Für die Inhaber von Call- und Put-Optionen wird die weitere Kursentwicklung über den An- und Verkaufs"erfolg" ihrer Papiere bzw. die Höhe des Barausgleichs entscheiden.
Besonders gefährlich kann der Kurssturz für Knock out-Zertifikate werden. Das Durchbrechen der Barriere für deren Anleger bittere Konsequenzen haben. Im schlimmsten Fall erhalten die Anleger nur noch eine vom Zertifikatsherausgeber berechneten, kläglichen Restwert.
Ob dieser Fall eintritt, hängt wesentlich von der Konstruktion des Zertifikats ab. Bei einigen Zertifikaten darf der Kurs während der Laufzeit einen bestimmten Barrierewert nicht durchbrechen. Für diese Zertifikatstypen kann - je nach festgelegter Barriere - bereits der aktuelle Kurssturz den Knock-out auslösen.
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