BaFin stoppt umstrittenes Angebot der OGI AG

06.07.2015227 Mal gelesen
Die Bundesanstalt für Finanzdiensteistungsaufsicht (BaFin) hat ein Geldanlageanegbot der umstrittenen Oil & Gas Invest AG (OGI) vorzeitig gestoppt. Das geht aus einem Bericht der Finanztest hervor.

Das Unternehmen habe danach seine Anleger darüber in Kenntnis gesetzt, dass die BaFin das Angebot der OGI als „erlaubnispflichtiges Einlagengeschäft“ beurteilt. Maßgeblich hierzu habe die persönliche Rückzahlungsgarantie des OGI-Vorstands Jürgen Wagentrotz beigetragen. Solche Geschäfte dürfen nur von Banken und Versicherungen angeboten werden.

OGI habe sich dazu entschieden, alle Darlehen vorzeitig zurückzuzahlen. OGI hatte Darlehen zur Finanzierung von Ölbohrungen in den USA eingesammelt und zum Teil hohe Renditen versprochen.

 Anlegern die trotzdem weiter Geld in die Förderung von Erdöl in den USA investieren wollen, bitet die OGI jetzt zusätzlich zur Festzinsrendite von 9-12 %-einmalig einen Betrag von 3% der Darlehenssumme an. Nunmehr jedoch ohne die Garantie, das Geld wiederzubekommen. Die BaFin erklärte unterdessen, das neue Geschäfsmodel würde nicht mehr ihrer Regulierung unterliegen. „Damit rutscht die OGI AG mit Ihren Angeboten in den grauen Kapitalmarkt ab“, erklärt Rechtsanwalt Johannes von Rüden von der Berliner Kanzlei Werdermann | von Rüden. Die BaFin habe OGI zwar aufgegeben, ausführlich über die Risiken aufzuklären, wir werden uns die Prospekte jedoch sehr genau ansehen“, sagte von Rüden. Er berät und vertritt Kleinanleger bei dubiosen Geschäften auf dem grauen Kapitalmarkt.

 Das Magazin test.de hatte Ungereimtheiten im Zusammenhang mit verschiedenen Ölfeldern festgestellt. Daher sei besonderer Vorsicht geboten, erklärt von Rüden.


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