Wie vermögende Kunden der Commerz- und Skatbank die Bank einmal anders erleben können

Wie vermögende Kunden der Commerz- und Skatbank die Bank einmal anders erleben können
17.01.201578 Mal gelesen
Strafzinsen von der Bank für Guthaben von Kunden. Doch wie kommt es zu diesen Minuszinsen und wer ist in erster Linie betroffen?

Wer kennt das nicht? Man spart sich ein hübsches Sümmchen von seinem monatlichen Lohn auf seinem Tagesgeld- oder Girokonto an und freut sich darüber, dass bald die Bank des Vertrauens einen mit einer Zins-Gutschrift belohnt. Der „Arbeitskreis Kreditgewährung“, ein praxisorientierter Zusammenschluss von Juristen, Fachanwälten, Bankkaufleuten, Finanzexperten, Versicherungsmakler und FX-Beraternetzwerk Peter Restle beschäftigt die Frage der „Strafzinsen“ für Kapitalguthaben bei den Banken. In den Berliner Räumlichkeiten der Kanzlei Dr. Schulte und Partner Rechtsanwälte mbB werden im Rahmen von Weiterbildungsveranstaltungen und Diskussionsbeiträgen Verbraucher- und Anlegerschutzinteressen zu Kreditverträgen, Umschuldung, Folgefinanzierung, Bankenhaftung und Kreditrecht intensiv erläutert und Anhaltspunkte für rechtliche Vorgaben zur Umsetzung erarbeitet. Unabhängiger Finanzexperte, Peter Restle Netzwerker und Gründungsmitglied des Reutlinger FX-Beraternetzwerk führt in das Thema „Strafzinsen“ ein: „Die Zinsen sinken zwar derzeit immer weiter, aber das muss ja nicht so bleiben, für das Guthaben werden die fleißigen Sparer mit Zins-Gutschrift belohnt – oder?“

Doch Pustekuchen: Anstelle der Belohnung für das eifrige Sparen muss der vermögende Kunde für sein Vermögen bei einigen Banken sog. „Strafzinsen“, auch Minuszinsen genannt, zahlen.

Diese Negativzinsen sind Zinsen, mit denen ein Guthaben belastet wird, sprich das Vermögen wird verringert. Wirtschaftlich gesehen sind es Minuszinsen, die auf Guthaben erhoben werden können und vom Gläubiger (der jeweiligen Bank) gezahlt werden müssen.



Doch wie kommt es zu diesen Minuszinsen und wer ist in erster Linie betroffen?

Rechtsanwalt und Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Kim Oliver Klevenhagen von der Kanzlei Dr. Schulte und Partner Rechtsanwälte mbB aus Berlin hat eine ganz einfache und schlüssige Erklärung dafür:

„Die europäische Zentralbank (EZB) verlangt seit längerer Zeit von Banken, die ihr bei ihr Geld anlegen einen Strafzins von 0,2%. Strategie der EZB ist es Kreditinstitute dazu zu bewegen mehr Kredite zu vergeben. Da dieses Vorhaben nicht bei jedem Kreditinstitut sofort umsetzbar ist und die Banken gleichzeitig nicht mehr wissen wo sie Ertrag bringend anlegen sollen, geben sie ihre entstehenden Kosten an den Endkunden weiter. Diese Kosten sollen abschreckend wirken, sodass der Kunde sein Vermögen möglichst zu einem anderen Geldinstitut bringt.“

„Unglaublich, steht denn die Welt auf dem Kopf, wenn Sparer für Vermögen „Strafzinsen“ zahlen sollen? Ist der altbewährte Sparstrumpf aus Großmutters Zeiten die günstigere und sichere Alternative?“, diskutieren die Teilnehmer des Arbeitskreis Kreditgewährung und Netzwerker FX-Beraternetzwerk.

Fachanwalt Kim Oliver Klevenhagen erläutert das Ausmaß der Kreditpolitik. Im Moment direkt betroffen können beispielweise bei der Commerzbank Firmenkunden mit hohem Guthaben ab 500.000,00 EUR sein, sowie Großkonzerne. Allerdings behält sich das Kreditinstitut für jeden Kunden individuell vor eine Guthabengebühr zu berechnen.

Die deutsche Skatbank ist da etwas konkreter: Sie verlangt ab einem Guthaben von 500.000€ einen Strafzins von 0,25 %.

Der Arbeitskreis Kreditgewährung diskutiert die rechtlichen Möglichkeiten und welchen Weg die Politiker vorgesehen haben. Inwiefern diese Begrenzung für Normalverdiener und Interessenten eines Sparbuchs aufgehoben werden könnte, das steht aber tatsächlich noch in den Sternen. Alltäglich erfahren die Juristen, Finanzexperten wie Peter Restle und Bankkaufleute, dass diese Entwicklung vielen Bankkunden Sorgen bereitet. 

„Sicherlich werden sog. Strafzinsen nicht flächendeckend von allen Banken für alle Kunden eingeführt werden, dazu ist den Banken die Kundenbindung zu wichtig. Allerdings muss man der Commerzbank und der Skatbank zugestehen, dass diese Geschäftspolitik jedenfalls betriebswirtschaftlich konsequent ist. Banken sind naturgemäß als allererstes wie jedes Wirtschaftsunternehmen gewinnorientiert.  Die aktuellen Bedingungen auf dem Geldmarkt in Europa sind geldpolitisch gewollt und Geschäftsbanken passen sich an.“, gibt Fachanwalt Klevenhagen zu bedenken, der mit seinem Team bei Dr. Schulte und Partner mbB betroffene Mandanten berät.


Fazit Arbeitskreis Kreditgewährung und Netzwerker Peter Restle:  Bevor Geld auf der Bank angelegt wird, erst prüfen ob Strafzinsen dafür anfallen können

„Die weitere Entwicklung bleibt spannend“, sind sich Rechtsanwalt Klevenhagen und Finanzexperte Peter Restle einig. Investoren, die darüber nachdenken, ein Sparbuch oder ein höheres Vermögen fest bei einer Bank anzulegen sollten alle Möglichkeiten gut prüfen. Die Befürchtung, sie könnten von Minuszinsen betroffen sein, könnte sich im negativsten Fall bewahrheiten. Fairer Rat vom Arbeitskreis Kreditgewährung: Im Zweifel eine dritte Meinung einholen, zum Beispiel bei einem qualifizierten Anwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht, welche rechtlichen Möglichkeiten bei Vertragsanpassungen oder Prolongationen von bestehenden Krediten bestehen.


For our international clients essential information of the press release in English:

For quite some time now the European Central Bank (ECB) charges an interest as a "penalty rate" of 0.2%of towards banks that invest their money there. The ECB's strategy is to force the credit institutions to lend more to its customers. A few banks pass on their costs to the consumer. These costs are to act as a deterrent, so that the customer is moved to invest in another financial institution.

"Certainly penalty interest will be imposed comprehensively by all banks towards all customers because their loyalty too important. However, Commerzbank and Skatbank may be right with this policy because it is certainly economically consistent. Banks are inherently profit-driven first of all, like any business enterprise. The current conditions in the money market in Europe are policy-willed and commercial banks adapt." says Attorney Klevenhagen, who advises clients concerned with his team at Dr. Schulte und Partner Rechtsanwälte mbB in Berlin.


Pressekontakt/ViSdP:

 

Dr. Schulte und Partner Rechtsanwälte mbB

vertreten durch die Partner

Dr. Thomas Schulte, Dr. Sven Tintemann, Kim Oliver Klevenhagen

Malteserstraße 170/172

12277 Berlin

Sofortkontakt unter 030 – 22 19 22 010 und [email protected]