ALNO AG – Rating der Anleihe bestätigt – Ausblick negativ

ALNO AG – Rating der Anleihe bestätigt – Ausblick negativ
15.01.2015586 Mal gelesen
ALNO AG – Rating der Anleihe bestätigt – Ausblick negativ - Scope bemängelt schwaches Finanzrisikoprofil, geringe Rentabilität und Abhängigkeit von Konjunktur - nächster Zinstermin wird zur Nagelprobe

Frankfurt am Main, den 14. Januar 2015: Die Ratingagentur Scope, hat das Rating für die Anleihe (WKN: A1R1BR / ISIN: DE000A1R1BR) der ALNO AG mit „B-“ bestätigt. Auch das Unternehmensrating der ALNO AG als Emittentin stufte die Ratingagentur erneut mit „CCC“ ein. Zuletzt wurde die Anleihe und das Unternehmen im April 2014 von Scope geratet. Anders als noch im April 2014 wertete die Ratingagentur jedoch den Ausblick sowohl für die Anleihe als auch für das Unternehmen als negativ. Die im Jahre 2013 begebene Anleihe der ALNO AG hat ein Gesamtvolumen von 45 Millionen Euro und wird mit 8,5 Prozent verzinst. Die Laufzeit endet im Mai 2018. Die nächste Zinszahlung steht im Mai 2015 an.

Ausschlaggebend für das weiterhin schwache Unternehmensrating war nach Angaben der Ratingagentur das „sehr schwache Finanzrisikoprofil“ der ALNO AG. Als weitere Faktoren nannte Scope die geringe Rentabilität und die sehr hohe Abhängigkeit von Konjunkturzyklen. Aufgrund ihrer schwachen Liquiditätslage benötige die ALNO AG für das operative Geschäft nach Auffassung der Analysten eine starke externe Finanzierung.

Auch zu der Übernahme der Swiss AFP Küchen im März 2014 hat sich die Ratingagentur geäußert. Zwar bewertet Scope die Finanzlage der ALNO AG durch die Übernahme des schweizer Premium-Küchenherstellers noch als schwach. Die Analysten rechnen jedoch durch Synergieeffekte und Restrukturierungsmaßnahmen mit erheblichen Verbesserungen. Auch sei, so Scope, AFP eine starke Marke, die die geografische Diversifizierung des Konzerns weiter verbessere.

Der Kurs der Anleihe war aufgrund des Folgeratings von Scope zwischenzeitlich auf unter 60 % gesunken, hatte sich aber anschließend wieder etwas erholt. Derzeit notiert die Anleihe bei 73 %.

Aus Sicht von ARES Rechtsanwälte wird für die Anleihegläubiger entscheidend sein, in welchem Umfang und wie schnell es dem Unternehmen gelingt, Synergieeffekte aus der Übernahme der Swiss AFP Küchen zu erzielen. Auch die Verbesserung der Rentabilität, zu der die eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen beitragen sollen, wird für die Anleihe von entscheidender Bedeutung sein. Die nächste Nagelprobe für die Gesellschaft steht mit dem nächsten Zinstermin Mitte Mai 2015 an.