Marketing Terminal GmbH: Mögliche Insolvenz schon seit 1. Oktober ein Thema

Marketing Terminal GmbH: Mögliche Insolvenz schon seit 1. Oktober ein Thema
16.10.2014441 Mal gelesen
Meik Frankenhauser hat im Namen der Marketing Terminal GmbH bereits am 1. Oktober 2014 erstmals das Thema Insolvenz öffentlich ins Spiel gebracht:

Unter Punkt drei seines Newsletters führt der Allgäuer Geschäftsmann aus:  "Auch lassen wir gerade den gewerblichen Insolvenzfall des Unternehmens prüfen und bevor es hier zu wilden Spekulationen kommt, es handelt sich um eine gewerbliche Insolvenz, bei der der Geschäftsbetrieb weiter läuft und eingehende Zahlungen zur Durchführung des Geschäftsbetriebes und zur Auszahlung von Vertriebspartnern verwendet wird."

Dazu Rechtsanwalt Dr. Klass, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht aus München: "Natürlich wird es ein Insolvenzverfahren geben, da es offene Forderungen gegenüber einer eingetragenen Gesellschaft gibt. Ziel ist es die Gläubiger mit den vorhandenen Geld- und Kapitalwerten möglichst schadlos zu halten!" Nicht uninteressant ist dabei für den Münchner Experten, dass auch laufende Einnahmen und zukünftige Einnahmen sowie "elektronische Werte" wie Websites oder Programmierungen  zur Insolvenzmasse zählen dürften. Klass: "Das System ist zwar undurchsichtig, aber wenn es Erträge aus Affiliate-Marketing gab, dann sollten diese auch weiterfließen, um den Schaden der Geldgeber zu verkleinern!"

Die Wertlegung auf eine gewerbliche Insolvenz macht an dieser Stelle übrigens keinen Sinn, eher der Hinweis auf eine "Vorläufige Insolvenz", in deren Rahmen normalerweise der Geschäftsbetrieb unter Gläubigerschutz fortgesetzt werden kann. Klass: "Das ist natürlich schwierig, wenn der Hauptverantwortliche in U-Haft sitzt und gegen weitere System-Kenner ermittelt wird. Kein Insolvenzverwalter wird hier einen ordentlichen Geschäftsbetrieb aufrecht erhalten können!"  

Unklar bleibt weiterhin, warum so viele Anleger ihr Kapital so bedenkenlos zur Verfügung stellten. Es sollen in Einzelfällen bis zu 250.000 Euro investiert worden sein. Auffallend ist, dass in zahlreichen Veröffentlichungen, z.B. auf der Homepage, in Diskussionsforen oder in Youtube-Videos immer nur darüber diskutiert wird, wie schnell man Unmengen von Geld verdienen kann. "Was dazu aber praktisch nötig ist und wie das technisch abläuft, davon hatte kaum ein Anleger einen blassen Schimmer!", so Klass. Der Anwalt hat auf www.forum-anlegerschutz.de/marketing-terminal-gmbh alle aktuellen Infos zum Fall zusammen getragen.

 

Ansprechpartner für geprellte Anleger:
Dr. Jürgen Klass
Rechtsanwalt/ Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht
E-Mail: [email protected]

 

Dr. Klüver Dr. Klass Zimpel & Kollegen

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