Allianz Flexi Immo: Schadensersatz wegen Schließung? Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht informiert

Allianz Flexi Immo: Schadensersatz wegen Schließung? Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht informiert
22.09.2014237 Mal gelesen
Die Schließung des Dachfonds Allianz Flexi Immo währt bereits 2 ½ Jahre. Wenn Anleger von der Schließung überrascht wurden, dann können Schadensersatzansprüche bestehen. Denn Fehler in der Anlageberatung – wie z. B. die mangelnde Aufklärung über Schließungen - lösen Schadensersatzansprüche aus.

Bei zahlreichen offenen Fonds sorgten während der vergangenen Jahre Schließung und Auflösung bei tausenden Anlegern für Verdruss. So auch bei dem aktuell immer noch betroffenen Dachfonds Allianz Flexi Immo, der vor rund 2 ½ Jahren die Anteilsrücknahme aussetzte und seitdem nicht wieder geöffnet wurde. Da nach wie vor unbekannt ist, wie lange der Fonds Allianz Flexi Immo geschlossen bleiben wird, kann sich für Anleger die Frage stellen, ob sie weiter abwarten müssen oder ob es Alternativen gibt. Zumal die Auflösung eines weiteren Zielfonds im Sommer 2014 die Hoffnung auf eine baldige Wiedereröffnung nicht anwachsen ließ.

 

Schließung überraschte Anleger – Ansatzpunkte für Schadensersatz

 

Doch nicht nur die weiterhin unbekannte Schließungsdauer ist für die betroffenen Anleger ein Stein des Anstoßes. Für so manchen Anleger war bereits die Tatsache, dass der Fonds Allianz Flexi Immo im April 2012 geschlossen wurde ein Ärgernis – insbesondere dann, wenn sie davon ausgingen, dass sie jederzeit unproblematisch ihre Anteile zurückgeben können. Dieses Bild ergibt sich auch bei Mandaten von Anlegern des Allianz Flexi Immo, die sich in den vergangenen Monaten an die Kanzlei Dr. Stoll & Kollegen wandten und Schadensersatz geltend machen möchten. Dass es in solchen Fällen Ansatzpunkte für Schadensersatzansprüche der Anleger gibt, zeigen zwei Urteile des Bundesgerichtshofs aus dem April 2014.

 

In diesen Entscheidungen wurde eine Streitfrage vieler Anlegerprozesse wegen offener Fonds geklärt. Da wegen der Krise der offenen Immobilienfonds zahlreiche Anleger von Schließungen betroffen waren und da ihnen dieses Möglichkeit – wie auch so manchem Anleger des Allianz Flexi Immo - vor der tatsächlichen Schließung unbekannt war, forderten sie wegen dieses Informationsdefizits Schadensersatz. Daher mussten Gerichte sich wiederholt mit der Frage auseinandersetzen, ob Anleger bereits in der Anlageberatung darauf hingewiesen werden musste, dass ein offener Fonds geschlossen werden kann. Dies wurde schlussendlich vom Bundesgerichtshof bejaht. Denn es handelt sich hierbei um eine gesetzlich festgelegte Ausnahme von Grundsatz der jederzeitigen Rückgabemöglichkeit (Urteile vom 29. April 2014, Aktenzeichen: XI ZR 477/12 und XI ZR 130/13).

 

Bei Schadensersatz wegen Beratungsfehlern ist der Einzelfall entscheidend 

 

Können Anleger, die von einer Schließung überrascht wurden, nun Schadensersatz geltend machen? Wie sich der höchstrichterlichen Rechtsprechung entnehmen lässt, knüpft der Schadensersatzanspruch an Versäumnisse bei der Anlageberatung an. Wenn eine Anlageberatung entsprechende Defizite aufweist, können Anleger Schadensersatzansprüche geltend machen. Da bei einer rechtlichen Beurteilung eines Anspruchs jedoch noch weitere Faktoren berücksichtigt werden müssen – etwa die Verjährung von Ansprüchen – bedarf es einer fachkundigen Überprüfung des Einzelfalls, um die konkreten Chancen ausloten zu können. Wenn Anleger wissen möchten, wie es um ihren Fall bestellt ist, sollten sie sich an einen Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht wenden. Die Fachanwälte und Anwälte der Kanzlei Dr. Stoll & Kollegen beraten und vertreten Mandanten, die Anteile des Dachfonds Allianz Flexi Immo erworben haben.

 

Weitere Informationen zum den Urteilen des Bundesgerichtshofs und dem Dachfonds Allianz Flexi Immo befinden sich auf der Homepage der Kanzlei Dr. Stoll & Kollegen.

 

Dr. Stoll & Kollegen Rechtsanwaltsgesellschaft mbH

Kanzlei für Bank- und Kapitalmarktrecht

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