MPC Santa P-Schiffe 2: Santa Pamina im vorläufigen Insolvenzverfahren

MPC Santa P-Schiffe 2: Santa Pamina im vorläufigen Insolvenzverfahren
18.09.2014229 Mal gelesen
Über die Gesellschaft der Santa Pamina aus dem Dachfonds MPC Santa P-Schiffe 2 wurde am Amtsgericht Niebüll das vorläufige Insolvenzverfahren eröffnet (Az.: 5 IN 97/14).

„Damit steht schon das dritte der insgesamt vier Schiffe, in die der Dachfonds investiert, vor dem Aus. Für die Anleger kann das hohe finanzielle Verluste bedeuten“, befürchtet Rechtsanwalt Thomas Diler, Experte für geschlossene Fondsbeteiligungen bei der Bremer Anlegerschutzkanzlei Sommerberg LLP.

Denn schon im vergangenen Jahr musste für die Gesellschaften der Santa Petrissa und Santa Pelagia Insolvenzantrag gestellt werden. Nun kann nur noch die Santa Placida Renditen für die Anleger „einfahren“. „Ob das reicht, um die Wirtschaftlichkeit des Fonds aufrecht zu erhalten, kann allerdings bezweifelt werden“, so Rechtsanwalt Diler. Betroffenen Anlegern empfiehlt er daher, ihre Ansprüche auf Schadensersatz überprüfen zu lassen.

Die Chancen auf Schadensersatz beurteilt der erfahrene Rechtsanwalt durchaus positiv. Grund: Bei der Vermittlung von Schiffsfonds sei es häufig zu einer fehlerhaften Anlageberatung gekommen. Dabei seien Schiffsfonds häufig als sichere und zum Aufbau einer Altersvorsorge geeignete Kapitalanlage empfohlen worden. „Die Risiken sind dabei einfach unter den Tisch gefallen. Die Realität zeigt aber, dass Schiffsfonds beträchtlichen Risiken ausgesetzt sind, über die die Anleger im Beratungsgespräch ausführlich informiert werden müssen.“ Zu diesen Risiken zählen beispielsweise die schwankenden Einnahmen in Folge sinkender Charterraten oder die langen Laufzeiten. „Die prospektierten Ausschüttungen bleiben aus aber die Anleger haben kaum eine Möglichkeit, sich wieder von ihrer Kapitalanlage zu trennen. So etwas kann keine sichere Kapitalanlage sein“, betont Diler.

Außerdem hätten die Banken auch oft ihre Vermittlungsprovisionen verschwiegen. Doch diese so genannten Kick-Backs können als Weichkostenanteil zum einen die Wirtschaftlichkeit eines Fonds belasten und zum anderen auch das Provisionsinteresse der vermittelnden Bank dokumentieren. „Daher hat der BGH ganz im Sinne der Anlegerschutzes entschieden, dass diese Rückvergütungen offen gelegt werden müssen.“

Liegt eine fehlerhafte Anlageberatung vor, kann Anspruch auf Schadensersatz geltend gemacht werden. Allerdings muss immer im Einzelfall geprüft werden, ob die Bank gegen ihre Beratungspflichten verstoßen hat.

 

Mehr Informationen: http://www.sommerberg-llp.de/rechtsfaelle/schiffsfonds-aktuell/

 

Die Bremer Anlegerkanzlei Sommerberg LLP vertritt Kapitalanleger deutschlandweit in Schadensersatzverfahren. Ihr Ansprechpartner für Schiffsfonds:

 

Rechtsanwalt Thomas Diler,

Telefon: 0421 3016790, [email protected]