Falschberatung bei einem Renditefonds. Sparkasse Kraichgau zu EUR 52.500,-- als Schadensersatz verurteilt.

15.09.2014364 Mal gelesen
Fehlerhafte Aufklärung zu erhaltenen Provisionen führt zum Schadensersatzanspruch gegen eine Bank. Eine Sparkasse wurde zur kompletten Rückabwicklung der Kapitalanlage verurteilt.

Aufgrund einer Nichtaufklärung zu erhaltenen Provisionen hat das zuständige Landgericht die Sparkasse Kraichgau verurteilt dem Kläger EUR 52.500,-- Schadensersatz zu leisten und darüber hinaus auch noch eine alternative Verzinsung des fast kompletten Anlagebetrages über EUR 52.000,--. Die Sparkasse erhält im Gegenzuge die Kapitalanlage übertragen.

Damit erhielt der Kläger im vollem Umfang Recht.

Der von der Kanzlei Ganz-Kolb vertretene Anleger hat in einen MPC Rendite Fonds „Britische Leben plus II“ investiert. Die Verhandlung hat ergeben, dass der Anleger über die Provisionen nicht gemäß den Vorgaben der Rechtsprechung durch die Bank und ihren Berater aufgeklärt wurde und die Sparkasse Kraichgau wurde zur Rückabwicklung verurteilt. Hierzu im Gegensatz gemachten Darlegungen der Bank hat das Gericht nach einer Beweisaufnahme keine Bedeutung zukommen lassen. Die Bank hat zwar anhand des Prospektes über Ausgaben für die Vermittlung der Kapitalanlage aufgeklärt aber nicht konkret über Ausgaben und damit über Provisionen bzw. Rückvergütungen, die an die Bank fließen.

Weitere Beratungsfehler, die vorgetragen wurden, waren vor diesem Hintergrund zweitrangig.

Auch vor diesem Hintergrund kann dem einzelnen Anleger nur geraten werden seine Kapitalanlage in Bezug zu Aufklärungs- und Beratungsfehler prüfen zu lassen. Ergibt sich auch nur ein Fehler bzw. eine Falschberatung, so besteht der Anspruch des Anlegers, so gestellt zu werden, als ob es zu einem Abschluss der Kapitalanlage nicht gekommen wäre. Die Rechtsfolgen hierbei sind Rückgwährung des Kapitals plus eine alternative Verzinsung und im Gegenzuge erhält die Bank die Kapitalanlage übertragen.