CS Euroreal: BGH-Urteil lässt Anleger auf Schadensersatz hoffen

CS Euroreal: BGH-Urteil lässt Anleger auf Schadensersatz hoffen
19.05.2014228 Mal gelesen
Anleger des CS Euroreal können auf Schadensersatz hoffen. Der BGH entschied, dass die vermittelnden Banken über das Schließungsrisiko offener Immobilienfonds informieren müssen.

Die Hoffnungen der Anleger des offenen Immobilienfonds CS Euroreal in eine sichere Kapitalanlage für die Altersvorsorge investiert zu haben, erfüllten sich nicht. Wie so viele andere offene Immobilienfonds geriet auch der CS Euroreal in eine tiefe Krise und setzte 2008 die Anteilsrücknahme zum ersten Mal aus. Zwei Jahre später wurde er erneut geschlossen und wird inzwischen abgewickelt. Die Abwicklung soll im April 2017 abgeschlossen sein. Die Anleger erhalten zwar regelmäßige Ausschüttungen, müssen aber mit Verlusten rechnen.

„Der Bundesgerichtshof eröffnet den Anlegern jetzt jedoch neue Möglichkeiten, Schadensersatz geltend zu machen“, sagt Joachim Cäsar-Preller, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht aus Wiesbaden. Denn der BGH entschied am 29. April 2014, dass die Banken im Zuge der Anlageberatung ungefragt über das Schließungsrisiko offener Immobilienfonds informieren müssen. Cäsar-Preller: „Die Möglichkeit, die Anteile jederzeit wieder zu einem festgelegten Preis zurückgeben zu können und damit auch jederzeit über ihr Geld verfügen zu können, machte die Investition in einen offenen Immobilienfonds für viele Anleger so attraktiv. Der Schock kam aber, als die Anteilsrücknahme ausgesetzt wurde.“

In diesem Schließungsrisiko liege für die Anleger eine große Gefahr, da sie während dieser Phase nicht über ihr Geld verfügen können, argumentiert der BGH. Selbst die Möglichkeit, die Fondsanteile an der Börse zu handeln, sei kein adäquater Ersatz, so die Karlsruher Richter. Daher hätten die Anleger über das Schließungsrisiko informiert werden müssen. Haben die Banken diese Aufklärungspflicht verletzt, haben sie sich schadensersatzpflichtig gemacht. Das Urteil lässt sich auch für Verträge anwenden, die bereits vor 2008 geschlossen wurden.

„Natürlich muss im Einzelfall geprüft werden, ob die Bank ihre Aufklärungspflicht verletzt und das Schließungsrisiko verschwiegen hat. Aber die Chancen, Schadensersatz durchsetzen zu können, stehen nach dem BGH-Urteil auf jeden Fall sehr gut“, so Cäsar-Preller.

Die Kanzlei Cäsar-Preller vertritt bundesweit geschädigte Anleger offener Immobilienfonds.

 

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