HCI-Schiffsfonds MS Nadja und MS Angelika reichen Antrag auf Insolvenz ein

HCI-Schiffsfonds MS Nadja und MS Angelika reichen Antrag auf Insolvenz ein
16.07.2013327 Mal gelesen
Die anhaltende Krise der Schifffahrt endete für zwei weitere Frachter in der Insolvenz. Laut fondstelegramm haben die HCI-Schiffsfonds MS Nadja und MS Angelika Insolvenzantrag gestellt. (Az.: 6 IN 44/13 und Az.: 7 IN 32/13).

Dr. Thomas Meschede, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht der Kanzlei mzs Rechtsanwälte: „Die geschädigten Anleger sollten ihr Investment jetzt umgehend auf mögliche Schadensersatzansprüche rechtlich überprüfen lassen.“

Die HCI-Schiffsfonds werden schon länger vor der angespannten wirtschaftlichen Situation in der Containerschifffahrt gebeutelt. Auch die Schiffsfonds MS Nadja und MS Angelika, die von HCI im Jahr 2004 am Markt platziert wurden, blieben von dieser Krise nicht verschont. Schon vor rund drei Jahren begannen die wirtschaftlichen Probleme bei den beiden Schiffsfonds. Mit dem Insolvenzantrag ist der Tiefpunkt erreicht. Gehen beide Schiffe in die Insolvenz, droht den Anlegern nicht nur der Totalverlust ihres investierten Kapitals, sondern möglicherweise werden auch bereits geleistete Ausschüttungen von ihnen zurückverlangt.

Daher rät Fachanwalt Dr.Meschede den Anlegern dringend, mögliche Schadensersatzansprüche prüfen zu lassen. „Diese können sich durch eine fehlerhafte Anlageberatung begründen lassen“, so der Jurist. Die Anlageberatung sei dann fehlerhaft, wenn der Anleger nicht ausdrücklich auf alle Risiken seiner Beteiligung hingewiesen werde – bis zum Totalverlust des investierten Geldes. „Unserer Erfahrung nach wurden aber gerade Schiffsfonds als sichere Kapitalanlage oder sogar Altersvorsorge angepriesen. Doch genau das sind sie nicht. Sie sind eine unternehmerische Beteiligung mit allen damit verbundenen Risiken“, erklärt Dr. Meschede.

Außerdem hätten die Anleger auch über die Provisionen, die der Bankberater für die Vermittlung der Anlage erhalten hat, informiert werden müssen. Ist dies nicht geschehen, begründet auch das den Anspruch auf Schadensersatz.

Geschädigte Anleger von HCI-Schiffsfonds sollten sich an einen versierten Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht wenden, um ihre Ansprüche auf Schadensersatz prüfen zu lassen.

Mehr Informationen: www.schiffsfonds-recht.de