SHB Altersvorsorgefonds, das Schreiben vom 28.01.2013 und die Abstimmung

SHB Altersvorsorgefonds, das Schreiben vom 28.01.2013 und die Abstimmung
08.02.2013240 Mal gelesen
Die Anleger des Immobilienfonds SHB Altersvorsorgefonds müssen sich mit „guten und schlechten Nachrichten“ sowie mit einer Abstimmung im Umlaufverfahren auseinandersetzen.

Die Anleger des SHB Altersvorsorgefonds erreichte ein Schreiben, welches mit der Ankündigung der sprichwörtlichen guten und schlechten Nachricht eröffnet wurde. Von der Geschäftsführung des Fonds wird mitgeteilt, dass sich der Immobilienfonds in einer „wirtschaftlich kritischen Situation“ befinde, wofür „gravierende Fehlentscheidungen“ in der Vergangenheit verantwortlich seien.

 

Abstimmung über Kapitalerhöhung und Änderungen beim Fondsbeirat

 

Nun möchte die Geschäftsführung des SHB Altersvorsorgefonds einen neuen Ansatz verfolgen. Neben einer Änderung der Investitionspolitik strebt die Geschäftsführung auch Veränderungen innerhalb des Immobilienfonds an. Über letzteres sollen die Anleger abstimmen. Eine Beschlussvorlage betrifft eine Kapitalerhöhung, die dem neuen Geschäftsführer den Einstieg in den Fonds ermöglichen soll. Auch sollen die Anleger des Immobilienfonds SHB Altersvorsorgefondsüber über eine Neuordnung und Neubesetzung des Fondsbeirats abstimmen.

 

Welche Entscheidung die Anleger treffen, hängt von deren individueller Beurteilung der vorgestellten Alternativen ab. Auch müssen sie sich selbst eine Meinung bilden, in wieweit die in dem Schreiben anklingende Kritik an der alten Geschäftsführung, dem Fondsbeirat und der Treuhänderin zutrifft. Auf jeden Fall sollten die Anleger keinesfalls eine übereilte Entscheidung treffen und die vorgestellten Beschlussempfehlungen gründlich überprüfen und durchdenken.

 

Welche weiteren Möglichkeiten gibt es für Anleger?

 

Angesichts der jetzt in dem Schreiben aufgezeigten Situation dürften bei so manchem Anleger, der die Bezeichnung „Altersvorsorgefonds“ wörtlich nahm, die Alarmglocken schrillen. Denn die dort angesprochenen Schieflagen, die sich aus der unternehmerischen Natur des Immobilienfonds ergeben, sind nur schwer mit dem Konzept einer sicheren Altersvorsorge zu vereinbaren. Wenn jedoch ein geschlossener Immobilienfonds in der Anlageberatung als „sichere Altersvorsorge“ bezeichnet wurde, stellt sich dringend die Frage, ob ein Beratungsfehler vorliegt, der einen Schadensersatzanspruch der Anleger auslöst.

 

Es gibt auch noch weitere Ansatzpunkte für mögliche Beratungsfehler, die überprüft werden können. Entsprach die Anlageberatung den Anforderungen an eine anleger- und anlagegerechte Beratung, die eine umfassende Aufklärung der Anleger fordert? Wurde den Anleger der Prospekt des Immobilienfonds SHB Altersvorsorgefondsrechtzeitig zur Verfügung gestellt? Wurde die Anleger über weitere Risiken, die mit einer Beteiligung an einem Immobilienfonds einhergehen, zutreffen aufgeklärt? Hierzu zählt beispielsweise das Risiko des unregulierten Zweitmarkts für Fondsanteile.

 

Anleger des SHB Altersvorsorgefonds, sollten nicht zögern, sich an einen Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht zu wenden. Die Kanzlei Dr. Stoll & Kollegen hat bereits hunderte Anleger beraten, die in geschlossene Immobilienfonds investierten und hat auch schon Anleger von in Bedrängnis geratenen Fonds unterstützt. Da sich im Fall der SHB Immobilienfonds auch ein Zusammenschließen der Anleger anbietet, gibt es auch eine Interessengemeinschaft, welcher sich Anleger verschiedener SHB Immobilienfonds anschließen können.

 

Weitere Informationen:

Infoseite Interessengemeinschaft SHB Immobilienfonds

 

Dr. Stoll & Kollegen Rechtsanwaltsgesellschaft mbH

Kanzlei für Bank- und Kapitalmarktrecht

Einsteinallee 3

77933 Lahr

Telefon: 07821 / 92 37 68 - 0

Fax: 07821 / 92 37 68 - 889

[email protected]

www.dr-stoll-kollegen.de

www.shb-interessengemeinschaft.de