Schiffsfonds Krise reißt nicht ab: MPC MS Rio Alster meldet Insolvenz an

22.11.2012445 Mal gelesen
Die Schiffsfonds Krise mag auch im vorletzten Monat dieses Jahres kein Ende nehmen. Wie das Fondstelegramm in dessen jüngsten Ausgabe berichtet, musste abermals ein geschlossener Schiffsfonds – MPC MS Rio Alster Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG – mangels Zahlungsfähigkeit den Gang vor das Insolvenzgericht antreten (Az.: 5 IN 86/12). Den Anlegern des seitens MPC Capital im Jahr 2004 aufgelegten Schiffsfonds MS Rio Alster droht nun der Totalverlust ihrer Einlage.

MPC MS Rio Alster: Anleger mit € 15.708.000,00 beteiligt

Wie aus der aktuellen MPC Leistungsbilanz hervorgeht, hatte MPC den in das Vollcontainerschiff MS Rio Alster investierenden Schiffsfonds mit einem Investitionsvolumen in Höhe von € 37.238.000,00 am Markt platziert. An dem 2004 aufgelegten Schiffsfonds MPC MS Rio Alster hatten sich seinerzeit Schiffsfonds Anleger mit einem Investitionsvolumen in Höhe von € 15.708.000,00 beteiligt. Laut MPC Leistungbilanz hatte der Schiffsfonds MPC MS Rio Alster bereits zum Zeitpunkt seiner Auflage Fremdkapital in Höhe von € 21.530.000 aufnehmen müssen.

2010 beschlossenes Sanierungskonzept kann MPC MS Rio Alster nicht retten

Laut Information der MPC Leistungsbilanz war der MS Rio Alster bereits 2010 nicht mehr in der Lage, die laufenden Tilgungsdienste zu erbringen. Das daraufhin zur Rettung erarbeitete Sanierungskonzept konnte den MPC MS Rio Alster lediglich noch in den beiden Folgejahren über Wasser halten.

NachInsolvenzdes MPC MS Rio Alster droht Schiffsfonds Anlegern der Totalverlust

Bereits vor der nun bekannt gewordenen Insolvenzanmeldung des MPC MS Rio Alster verlief die Investition in das Vollcontainerschiff für dessen Anleger alles andere als zufrieden stellend. So erhielten die Anleger des Vollcontainerschiffes MPC MS Rio Alster zu keinem Zeitpunkt einstmals sicher geglaubte Ausschüttungen. Laut Informationen des Portals www.zweitmarkt.de betrug der Rückkaufswert für MPC MS Rio Alster Anteile gerade noch 20 % (Stand: 13.02.2012). Nach derInsolvenzdes MPC MS Rio Alster müssen sich die Schiffsfonds Anleger sogar auf einen Totalverlust ihrer Einlage einstellen.

MPC Capital Schiffsfonds Anleger nicht schutzlos gestellt


Betroffene MPC Capital Schiffsfonds-Anleger sollten sich mit deren Situation nicht abfinden, sondern umgehend den Rat eines auf Bank- und Kapitalanlagerechts spezialisierten Rechtsanwalts suchen.
Sollten betroffene MPC Capital - Schiffsfonds-Anleger von ihrem Anlageberater oder von ihrer Bank nicht umfassend über die Risiken einer Beteiligung an einem Schiffsfonds aufgeklärt worden sein, so bestehen möglicherweise Schadensersatzansprüche. Des Weiteren kommt für die Anleger von Schiffsfonds in Betracht, gegen die Initiatoren der Fonds und gegen den Vertrieb Schadensersatzansprüche geltend zu machen. Die Schadensersatzansprüche können sich zum einen aus Prospekthaftung, zum anderen aufgrund Falschberatung ergeben.
 

Vertrieb von Schiffsfonds oftmals über Banken und Sparkassen
  

Recherchen unserer bereits eine Vielzahl geschädigter Schiffsfonds Anleger vertretenen Kanzlei zufolge wurden viele der derzeit notleidend gewordenen geschlossenen  Schiffsfonds über Banken und Sparkassen vertrieben. Dabei wurden diese Schiffsfonds-Beteiligungen oftmals als besonders sichere Anlage empfohlen. Auf Risiken wie Totalverlust wurde regelmäßig nicht hingewiesen. Auch wurde die Höhe der weichen Kosten in den Beratungsgesprächen in der Regel nicht bzw. nicht ausreichend offengelegt. Aufgrund der kickback-Rechtsprechung des Bundesgerichthofes bestehen deshalb gute Chancen für die Schiffsfonds-Anleger, Schadensersatzansprüche geltend zu machen.
 
 

Was können betroffene MPC Capital Schiffsfonds-Anleger jetzt tun?


Geschädigte Anleger problematischer MPC Capital Schiffsfonds  sollten in jedem Fall ihre in Betracht kommenden Ansprüche zeitnah durch einen auf Anlegerschutz spezialisierten Rechtsanwalt prüfen lassen.