Kein Land in Sicht – Krise der Schiffsfonds geht im 2. Quartal 2012 weiter

Kein Land in Sicht – Krise der Schiffsfonds geht im 2. Quartal 2012 weiter
13.04.2012659 Mal gelesen
2012 wird weiterhin im Zeichen der Schifffahrtskrise stehen. Schwere Zeiten für Schiffsfonds werden andauern.

Auch im 2. Quartal des Jahrs 2012 soll sich die schwierige Lage auf dem Schifffahrtsmarkt nicht wesentlich entspannen. So wird nach Einschätzung der Global Co-Heads der maritimen Sparte der Deutschen Bank Ralf Bedranowsky und Simon Booth, die Schifffahrtskrise auch weiterhin den Markt prägen. Diese Meinung wird in einem Artikel der Financial Times Deutschland (Onlineausgabe) vom 10.04.2012 vom Schifffahrtsanalyst Stefan Gäde von der HSH Nordbank geteilt, der Tanker und Containerfrachter mit einer schwierigen Marktlage konfrontiert sieht.

Als wichtigen Grund für die weiterhin andauernde Krise der Schifffahrt, die sich auch auf viele Schiffsfonds auswirke, benennt Gäde die stetig steigende Anzahl von Transportschiffen. So würden weiterhin Schiffe vom Stapel laufen, obwohl auf dem Schifffahrtsmarkt bereits ein Überangebot an Transportkapazität bestehe. Die jetzt fertigen Schiffe seien von Emissionshäusern und Reederei vor der Krise bestellt worden. „Die Frachtkapazitäten wachsen stärker als die Nachfrage“, so Gäde.

Das Überangebot an Schiffen führt zu niedrigen Charterraten und geringen Einnahmen der Schiffe. Teilweise reichen die Einkünfte nicht mehr aus, um die laufenden Kredite zu bedienen. Daher werden Anleger, die in Beteiligungen an Schiffsfonds investierten, auch weiterhin mit Negativmeldungen über Insolvenzen und finanzielle Schieflagen konfrontiert werden. Auch wird sich der ein oder andere Anleger noch mit der Frage auseinandersetzen müssen, ob er dem schwächelnden Schiffsfonds weiteres Geld zur Verfügung stellen soll oder nicht.

Die Krise in Zahlen

Die Schifffahrtskrise lässt sich auch in Zahlen bemessen. Der NewConTex Index, der die weltweite Preisentwicklung der Chaterraten verschiedener Schiffsgrößen abbildet, zeigt das Ausmaß der Krise. Mitte letzten Jahres stand der Index bei rund 700 Punkten, während der aktuelle Stand (12.04.2012) 390 Punkte beträgt. Der Analyst Gäde benennt in dem Artikel weitere Zahlen, die die Weiterentwicklung der Krise erahnen lassen. So werde der Frachtbedarf dieses Jahr weltweit um ca. 14,5 bis 16,6 Prozent zunehmen, während die Frachtkapazität im selben Zeitraum um 17 bis 19 Prozent steigen werde.

Die Durststrecke der Transportschifffahrt wird also noch weiter andauern. Und nach Einschätzung von Gäde wird sie auch über das Jahr 2012 hinweg andauern: „Ein zufriedenstellendes Gewinnniveau ist nicht vor Ende 2013 zu erwarten.“ Besonders gefährdet seien die Tanker. Und das obwohl das die Nachfrage nach Flüssigtransporten zuletzt anstieg. Dennoch stiegen die relevanten Indizes nicht, im Gegenteil. Ein Index – der BCT, der die Transportpreise für Raffinerie-Produkte wie Benzin widerspiegelt. – verzeichnete sogar ein Minus. Und auch für die Tanker wird ein weiteres Anwachsen der Transportkapazitäten erwartet.

Möglichkeiten für Anleger

Anleger, die angesichts dieser Perspektiven ins Grübeln komme, wie es um die Zukunft ihres Schiffsfonds bestellt sein könnte, können überlegen, ob sie eine Alternative zum Abwarten der weiteren Entwicklung suchen möchten. So kann ein Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht überprüfen, ob die Möglichkeit eines verlustfreien Ausstiegs aus dem jeweiligen Schiffsfonds besteht. Eine Überprüfung der Anlageberatung kann klären, ob das Beratungsgespräch in Ordnung war oder ob es – wie so häufig – Fehler aufwies. Im Fall, dass eine Falschberatung vorlag, haben die betroffenen Anleger gute Chance, dass sie sich von ihrer Beteiligung an dem Schiffsfonds trennen können und Schadensersatz von Banken oder Anlageberatern fordern können. Daher sollten Anleger, die das Gefühl haben, dass sie falsch beraten wurden, nicht zögern sich an einen Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht zu wenden.

Weitere Informationen unter:

Schiffsfonds Infoportal

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