HCI Schiffsfonds IV – Wie wirkt sich Schifffahrtskrise aus?

HCI Schiffsfonds IV – Wie wirkt sich Schifffahrtskrise aus?
22.03.2012415 Mal gelesen
Wird auch der HCI Schiffsfonds IV von der Krise heimgesucht? Hilfe für Anleger

Die Anleger des HCI Schiffsfonds IV mussten aufgrund der ersten Krise der Schifffahrt in den Jahren 2009 und 2010 auf Ausschüttungen verzichten, da die Schiffe Gerd und Sandwig saniert werden mussten. 2 Jahre später befindet sich der Schifffahrtsmarkt erneut in einer Krise. Für die Anleger des HCI Schiffsfonds IV stellt sich die Frage, ob und in welchem Maß ihre Kapitalanlage von der Krise heimgesucht wird.

Im Jahr 2003 wurde der Schiffsfonds IV vom Hamburger Emissionshaus HCI Capital AG auf den Markt gebracht. Bei dem HCI Schiffsfonds IV handelt es sich um einen Dachschiffsfonds, welcher nicht direkt in Schiffe investiert, sondern sich stattdessen an anderen Zielfonds beteiligt, die ihrerseits Schiffe betreiben. Aktuell beteiligt sich der HCI Schiffsfonds IV an den Containerschiffen Thomas Mann, Gerd und Sandwig.Zuvor hatte der Dachschiffsfonds in andere Schiffsfonds investiert, diese allerdings 2006 bzw. 2008 gegen die obigen ausgetauscht.

Wie wirkt sich Schifffahrtskrise aus?

DerHCI Schiffsfonds IV geriet während der ersten Schifffahrtskrise der Jahr 2009 und 2010 in eine finanzielle Schieflage. Die Schiffe Gerd und Sandwig konnten nur geringe Erträge erwirtschaften, weswegen eine Sanierung der beiden Schiffsfonds erforderlich wurde. Unter anderem führte dies dazu, dass die Ausschüttungen gestrichen wurden. Der HCI Schiffsfonds IV musste daher auf Einnahmen verzichten und infolgedessen die Anleger auf Ausschüttungen. Die letzten Auszahlungen an die Anleger des HCI Schiffsfonds IV liegen daher bereits einige Zeit zurück. Wann und in welchem Umfang die nächste Ausschüttung erfolgen wird, bleibt angesichts der neuerlichen Krise der Schifffahrt im Jahr 2012 abzuwarten.

Ein Ursache für mögliche Schwierigkeiten könnten die Charterverträge der Zielschiffsfonds sein, welche nur für kurze Zeiträume geschlossen wurden. Da die Charterraten wegen eines Überangebots an Transportkapazitäten bei gleichzeitigem Rückgang der Nachfrage niedrig sind, könnten Anschlusscharterverträge ungünstig ausfallen. Grund für das Ungleichgewicht von Angebot und Nachfrage ist ein Rückgang des Transportvolumens wegen der stagnierenden Weltwirtschaft, das auf eine wachsende Zahl von (schiffsfondsfinanzierten) Containerschiffen trifft.

Ein rasches Ende der zweiten Schifffahrtskrise wird es nach Einschätzung von Experten nicht geben. Diese gehen vielmehr unisono davon aus, dass die Krise noch das gesamte Jahr 2012 anhalten wird und dass noch eine stattliche Anzahl von Schiffsfonds in finanzielle und wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten wird. Es bleibt abzuwarten, ob derHCI Schiffsfonds IV auch zu diesen Fonds gehören wird und ob sich für die Anleger die Schwierigkeiten der ersten Schifffahrtskrise wiederholen.

Ausstiegsmöglichkeiten – Hilfe für Anleger

Anleger des HCI Schiffsfonds IV, die nicht tatenlos abwarten wollen, ob und wie der Dachschiffsfonds HCI Schiffsfonds IV die Krise übersteht, können erwägen, ihre Kapitalanlage einer rechtlichen Überprüfung unterziehen zu lassen. Ein Rechtsanwalt, der im Kapitalanlagenrecht tätig ist, kann Möglichkeiten eines verlustfreien Ausstiegs ausloten. Beispielsweise kann überprüft werden, ob die Anlageberatung durch Banken und Anlageberater Mängel aufwies und daher falsch war.

Häufig versäumten Banken und Anlageberater, die Anleger über den unternehmerischen Charakter und die Risiken eines Dachschiffsfonds aufzuklären. Daher war vielen Anlegern nicht bewusst, dass den Zielschiffsfonds wie jedem Unternehmen das Risiko der Insolvenz innewohnt und dass deshalb auf Ebene des Dachschiffsfonds das Risiko eines Totalverlusts besteht. Ein solches Risiko ist aber nicht mit dem Konzept einer sicheren Geldanlage oder gar einer Altersvorsorge zu vereinbaren. Weiterhin versäumten Banken und Anlageberater oft, die Anleger über Vermittlungsprovisionen aufzuklären. Der Prospekt, in dem der HCI Schiffsfonds IV dargestellt und beschrieben wird, muss ebenfalls gewisse Mindeststandard erfüllen.

Im Fall einer Falschberatung stehen die Chancen der Anleger des HCI Schiffsfonds IV, dass sie sich von ihrer Kapitalanlage trennen können und Schadensersatz von Banken oder Anlageberatern fordern können, gut. Anleger des HCI Schiffsfonds IV, die die weitere, ungewisse Entwicklung des Dachschiffsfonds nicht abwarten wollen und/oder das Gefühl haben, dass sie seinerzeit falsch beraten wurden, sollten daher – auch angesichts der aktuellen Schifffahrtskrise – nicht zögern, sich an einen im Kapitalanlagenrecht tätigen Rechtsanwalt zu wenden.

Weitere Informationen unter:

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