Filesharing: Alternativen für legale Musik im Netz

15.01.2013433 Mal gelesen
Wer erschwinglich an Musik kommen möchte, ist nicht auf ein illegales Filesharing von urheberrechtlich geschützten Dateien angewiesen. Es gibt mittlerweile viele kostengüsntige Alterativen, die legal sind.

Das über Tauschbörsen erhältliche kostenlose Angebot von Musikdateien ist der Musikindustrie ein Dorn im Auge. Hierfür werden von der Industrie Verkaufsverluste in Millionenhöhe infolge der Downloads angegeben. Die Rechteinhabe gehen dabei gegen die Nutzer und Internetanschlussinhaber vor, in dem sie Unterlassungs- und Schadensersatzansprüche wegen einer Urheberrechtsverletzung geltend machen. In manchen Fällen drohen auch strafrechtliche Sanktionen. Nach § 106 UrhG droht beispielsweise für den Upload eines urheberrechtlich geschützten Musikfiles eine Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder eine Geldstrafe, wenn diese ohne die Einwilligung des Berechtigten erfolgt. Die Nutzung von Tauschbörsen birgt also erhebliche Risiken, die nicht wirklich im Verhältnis zu deren Nutzen stehen.

Wurde zu Beginn des Tauschbörsenbooms noch von vielen Nutzern argumentiert, dass es keine echten Alternativen gäbe sich legal mit Musik über das Internet zu versorgen, so ist dieses Argument heute nicht mehr tragbar. Zahlreiche Portale, sowohl kostenpflichtig als auch kostenfrei, bieten heute Musik in Ihrer ganzen Bandbreite und in bester Qualität zum download an.

iTunes Store

Als Weltmarktführer für legale Musikdownloads ist der vom Apple-Konzern eingerichtete „iTunes Store“ zu nennen. Apple hat sich bereits vor geraumer Zeit mit dem Musik-Shop etabliert und bietet eine Auswahl, die ihresgleichen sucht. Auch preislich sind die Tracks in einem absolut annehmbaren Rahmen.  Preise für einzelne Titel sind gestaffelt von 0,69 €, 0,99 € bis 1,29 €. Das Format ist mp4,  so dass man einzelne Songs, sofern man diese nicht über Apple’s Ipod abspielen will, zunächst konvertieren muss. Viele Smartphones und Tablet-PC‘s unterstützen das Format aber unabhängig von Apple.

Überlegt man sich, wie kostspielig eine einzelne von einem Rechtsanwalt ausgesprochene Abmahnung sein kann, ist es günstiger 10 Euro im Monat für iTunes bereitzustellen.

 

Amazon

Neben iTunes ist „Amazon“einer der weiteren großen Player am Markt der MP3-Downloads. Das Angebot von Amazon ist ebenfalls umfangreich und kann mit dem iTunes Store in Konkurrenz treten. Preislich schenken sich die beiden Dienste nicht viel. Dennoch ist vergleichen mitunter sinnvoll, da Sie sich durchaus einige Cent bei manchen Songs sparen können.

 

Jamendo

Als kostenlose Alternative um legal Musik downzuloaden, ist da das Portal „Jamendo“ zu nennen. Auf diesem Portal befindet sich Musik welches unter der Creative-Commons-Lizenz läuft. Die Auswahl ist groß und alle Genres sind vorhanden. Qualitativ hochwertige Downloads runden das Sortiment ab. Allerdings hat das Portal auch einen erheblichen Nachteil. Bekannte Künstler die in den Charts vertreten sind, lassen sich im Sortiment nicht finden.

 

Spotify

Erst 2012 in Deutschland gestartet ist der schwedische Musik-Streaming Dienst „Spotify“. Die Website bietet zahlreiche aktuelle Künstler als kostenlosen Stream an. Jedoch mit einigen Einschränkungen. So können nicht zahlende User maximal zehn Stunden pro Woche Musik auf ihren PC streamen. Der Wert ist dabei eine Art Guthaben, der sich wöchentlich wieder um 2,5 Stunden auflädt. Dem Nutzer stehen vielfache Optionen zur Verfügung, die andere „klassische“ Downloadanbieter nicht anbieten. Der Nutzer kann gestreamte und eigene Musik im selben Programm hören und Listen verbinden. Ist er mit Facebook verbunden, kann er seinen Kontakten Musiktitel und Listen schicken, gemeinsame Listen erstellen und Nachrichten schreiben.

 

Deezer

„Deezer“ bietet ähnlich wie Spotify und Co. das Streaming von Musik an. Dabei lassen sich viele Tracks mit einer kostenlosen Registrierung bereits in voller Länge hören. Wer Zugriff auf das gesamte Archiv sowie einige mobile Apps und weitere Komfortfunktionen möchte, muss sich für einen der Premium-Accounts entscheiden, die bereits ab 5 Euro im Monat erhältlich sind.

 

last.fm

„last.fm“ ist ein weiteres Portal, welches Musik zum streamen und nicht zum downloaden anbietet. Das Angebot ist sehr umfangreich und auch hier ist es möglich sich eigene Playlisten zu erstellen. Zwar können einige Tracks mehrfach angehört werden, bei anderen ist jedoch nach 30 Sekunden Schluss und es wird der Kauf dieses Titels angeboten. Dafür kann man über „last.fm“ auch auf eine Art Webradio zugreifen und Empfehlungen für kostenlose Downloads erhalten.

 

Radio.de

Als reines Radio-Portal, bietet „Radio.de“ zahlreiche Radiosender und Internetradio an. Dabei reicht die Bandbreite mit etwa 8.000 Radiosendern von lateinamerikanischer Folklore bis zu hartem Heavy-Metal-Rock. Die Sender lassen sich nach Land, Stadt oder Themenspektrum sortieren und das Angebot ist komplett kostenlos.

 

Fazit:

Diese „kleine“ Auswahl, sollte verdeutlichen welche Möglichkeiten dem heutigen Internetnutzer und Musikliebhaber zur Verfügung stehen, sich legal mit Musik aus dem Internet einzudecken. Das Angebot ist riesig und vielfältig. Führt man sich das Preis-Leistungs-Verhältnis in Verbindung mit den verbundenen Risiken eines einzigen illegalen Download vor Augen, so sollte einem die Entscheidung nicht mehr schwer fallen, die Finger von Tauschbörsen zu lassen.