VZBV fordert Grenze für Extra-Gebühren

VZBV fordert Grenze für Extra-Gebühren
07.07.2014347 Mal gelesen
Der Bundesverband der Verbraucherzentralen fordert die Regulierung im Bereich der Vorfälligkeitsentschädigungen. Wie man auch ohne Vorfälligkeitsentschädigung aus teuren Verträgen kommt.

Die Verbraucherzentralen haben in den vergangenen Monaten rund 3.000 Fälle sogenannter Vorfälligkeitsentschädigungen geprüft. Dabei handelt es sich um Gebühren, die Banken ergeben, wenn Verbraucher vorzeitig Immobilienkreditverträge kündigen wollen. „Die Regeln für die Berechnung müssen endlich eindeutig, transparent und fair werden“, forderte die VZBV-Finanzexpertin Dorothea Mohn auf einer Pressekonferenz am Montagvormittag. Die Verbraucherzentralen verlangen eine Höchstgrenze für diese Extragebühren, Nach Ansicht des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen ist nur ein maximaler Betrag von 5 Prozent der restlichen Kreditsumme gerechtfertigt. Das Ergebnis ist eklatant. Zwei Drittel der Vorfälligkeitsentschädigungen sind überhöht", erklärte Mohn.

Der Berliner Rechtsanwalt Johannes von Rüden kämpft gegen zu Hohe Vorfälligkeitsentschädigungen der Banken. „Durch die Prüfung der anliegenden Widerrufsbelehrungen kann die Zahlung der Vorfälligkeitsentschädigung möglicherweise auch vollständig verhindert werden“, sagte von Rüden. Grund dafür sind Fehler in den Widerrufsbelehrungen, die dazu führen können, dass die Verträge als niemals zustande gekommen gelten.