VW Abgasaffäre: CO2-Skandal soll weit mehr Benziner als bislang gedacht betreffen

VW Abgasaffäre: CO2-Skandal soll weit mehr Benziner als bislang gedacht betreffen
19.11.2015268 Mal gelesen
Der VW Skandal weitet sich erneut aus: Die erhöhten CO2-Werte sollen weit mehr Benziner betreffen, als bislang bekannt. Neben den 1.6 und 2.0 TDI-Dieselmotoren und den 1.4 TSI/TFSI-Benzinmotoren sollen nach einem Bericht der Wirtschaftswoche auch 1.0 TSI-Motoren betroffen sein.

Zu den konkret betroffenen Modellen sollen etliche Baureihen gehören, die bereits vom „ursprünglichen“ Skandal um manipulierte Stickoxidwerte erfasst wurden. In verschiedenen Presseberichten werden folgende Modelle genannt:

  • VW Caddy
  • VW CC
  • VW Golf
  • VW Jetta
  • VW Passat
  • VW Polo
  • VW Scirocco
  • VW Tiguan
  • Audi A1
  • Audi A3
  • Seat Ibiza
  • Seat Leon
  • Seat Toledo
  • Skoda Fabia
  • Skoda Octavia
  • Skoda Superb
  • Skoda Yeti

Der Schnellcheck auf den Internetseiten der Hersteller ist aktuell noch nicht möglich – in Kürze soll es aber möglich sein, das eigene Fahrzeug auch auf abweichende CO2-Angaben zu überprüfen.

 

Dennoch dürften das erneute Anwachsen des VW Abgasskandal etliche Autofahrer noch misstrauischer gemacht haben. Die Vermutung, dass das eigene Auto nicht ganz den Herstellerangaben entspricht, dürften nicht wenige Fahrzeugbesitzer bekannt vorkommen. Denn die erhöhten CO2-Ausstoßes sollen u.a. auch einen erhöhter Spritverbrauch zur Folge haben bzw. dessen Ursache sein. Vor dem Hintergrund des Abgasskandals stellt sich die Frage: Führt auch beim eigenen Auto ein erhöhter Spritverbrauch zu erhöhten Abgasen? Greifen die Käuferrechte wie Gewährleistung oder Schadensersatz auch bei erhöhtem Spritverbrauch ein?

 

Aus rechtlicher Sicht gibt es hier klar Richtlinien: Gerichte haben sich wiederholt mit erhöhten Diesel- oder Benzinverbrauch auseinandersetzt. Einen wichtigen Schwellenwert legt der Bundesgerichtshof fest: Wenn ein Auto 10% mehr als vom Hersteller angegeben verbraucht, dann liegt ein Fahrzeugmangel vor (mehr Informationen befinden sich in der News vom 16.10.2015 auf der Internetseite www.vw-schaden.de).

 

Autokäufer, die bereits mit einem erhöhten Verbrauch kämpfen oder befürchten, dass sich im Rahmen des Abgasskandals die Verbrauchswerte ihres Fahrzeugs erhöhen, sollten sich nunmehr in rechtliche Beratung begeben. Die Kanzlei Dr. Stoll & Sauer Rechtsanwaltsgesellschaft mbH vertritt und berät bereits über 4.500 Geschädigte des VW-Skandals. Wenn Autokäufer ihre Rechte in der Praxis einfordern wollen, dann sollten sie sich anwaltliche Unterstützung holen. Dann ist sichergestellt, dass das rechtlich Passende von den Autohändlern und ggf. auch den Autobauern eingefordert wird und auch durchgesetzt wird. Dabei sind jedoch Fristen zu beachten, insbesondere Verjährungsfristen, die ablaufen können.

 

Weitere Informationen rund um die Rechte von Autobesitzern im VW-Skandal befinden sich auf der Internetseite www.vw-schaden.de

 

Dr. Stoll & Sauer Rechtsanwaltsgesellschaft mbH

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