Sicherheitslücke bei Telekom Speedport W Routern: Neue Info

15.05.2012383 Mal gelesen
Bei einigen Speedport W Routern der Deutschen Telekom ist kürzlich eine riskante Sicherheitslücke aufgetreten. Die Telekom hat diese jetzt angeblich geschlossen. Allerdings dürfen Sie als Nutzer nicht untätig bleiben.

Wie wir schon vor einigen Tagen berichtet haben, ist eine gefährliche Sicherheitslücke bei den WLAN-Routern Speedport W 504V, W 723V Typ B und W 921 V aufgetreten. Aufgrund dessen können sich Dritte unbemerkt Zugriff auf Ihren Rechner verschaffen.

 

Dies kann fatale Folgen haben. Zunächst einmal besteht die Möglichkeit, dass Ihr Rechner mit Malware infiziert wird. Das ist besonders gefährlich für Nutzer, die Online-Banking praktizieren. Darüber hinaus besteht die große Gefahr, dass Kriminelle Ihren Anschluss für Urheberrechtsverletzungen durch das Verbreiten von urheberrechtlich geschützten Dateien in Form von sogenanntem Filesharing über eine Tauschbörse missbrauchen. Nach der Rechtsprechung müssen dann auf der Grundlage der sogenannten Störerhaftung vor allem für die die Kosten der Abmahnung aufkommen, wenn Sie für Ihre WLAN-Verbindung keine marktübliche Verschlüsselung verwenden. Das bedeutet konkret: Sie brauchen normalerweise Ihren Router nicht immer auf dem neuesten Stand halten. Anders ist das aber, wenn ein Provider- wie etwa hier die Deutsche Telekom- eine Warnung wegen einer Sicherheitslücke herausgibt und – wie jetzt geschehen- zur Beseitigung eine Software bereitstellt.

 

Von daher sollten Sie jetzt als Telekom-Kunde sofort für Abhilfe sorgen und sich informieren. Sie können auf der Webseite der Deutschen Telekom im Bereich „Hilfe & Service“ hier ein Sicherheitsupdate in Form einer sogenannten Firmware herunterladen. Dies steht neuerdings auch für den Speedport W 504V zur Verfügung. Wie das im Einzelnen abläuft, ist dort näher erläutert. Laut Telekom brauchen Sie nichts tun, wenn die EasySupport-Funktion bei Ihrem Gerät aktiviert ist. Dies sollten Sie unbedingt kontrollieren. Denn es ist denkbar, dass der Router-Eigner diese Funktion deaktiviert hat. In diesem Fall müssten Sie das jeweilige Update manuell downloaden.

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