Detailierte Einzelregelungen beim EVB-IT Systemvertrag

19.01.2012439 Mal gelesen
Große Bedeutung bei der Beschaffung von IT-Leistungen durch die öffentliche Hand haben die EVB-IT, die Einheitlichen Vertragsbedingungen. Schon in den achtziger Jahren begann der Staat damit, zusammen mit der Industrie standardisierte Vertragsbedingungen für die EDV-Beschaffung auszuarbeiten.

Für komplexe IT-Projekte stehen Auftraggeber der öffentlichen Hand Vertragsmuster zur Verfügung. Insbesondere der EVB-IT Systemvertrag sollte als mögliche Vertragsgrundlage in Erwägung gezogen werden. Das Leistungsspektrum eines IT-Projektes kann neben der Hardwarelieferung und der Überlassung von Standardsoftware auch die Erstellung von Individualsoftware beinhalten.

Hinzu kommen häufig Konfiguration und Customizing sowie Beratung, Einweisung und Schulung. Auch das Projektmanagement gewinnt bei komplexeren IT-Projekten an erheblicher Bedeutung. Die Instandhaltung der Hardware, Pflege der Software und die gesamte Systempflege sind bei IT-Projekten ebenfalls von erheblicher Bedeutung.

All dies benötigt detaillierte Einzelregelungen und darüber hinaus im Zusammenspiel der Regelungen ein in sich stimmiges Vertragswerk.

Dies bietet der EVB-IT Systemvertrag. Dem Auftraggeber liegt damit ein Vertragswerk vor, das bei IT-Projekten die Interessen der Auftraggeber bei der IT-Beschaffung weitgehend optimal abbildet.

Der Vorteil, der sich für Auftraggeber ergibt, ist gleichzeitig der Nachteil für die Auftragnehmer. Bei einem solch auftraggeberfreundlichen Vertragswerk ist es durchaus möglich, dass die Interessen der Auftragnehmer auf der Strecke bleiben. Daher ist im Rahmen der IT-Beschaffung auf Seiten der Auftragnehmer kritisch zu prüfen, welche rechtlichen, finanziellen, kaufmännischen und technischen Risiken der EVB-Systemvertrag im Rahmen der IT-Beschaffung beinhaltet.